«Man kann sich auf nichts mehr verlassen»

Der traditionelle Neujahrsempfang des Gewerbevereins KMU Laufental fand letzten Freitag, wie schon im letzten Jahr, erneut in der Fusion Factory des Künstlers Dave Pflugi in Laufen statt — dieses Jahr unter besonderen Umständen.

Sprach über die unsicheren Zeiten: Marc Scherrer, Präsident des Gewerbevereins KMU Laufental, flankiert von den Kaminfegermeistern und Glücksbringern Dominik (l.) und Andreas Frey. Fotos: Melanie Brêchet

Sprach über die unsicheren Zeiten: Marc Scherrer, Präsident des Gewerbevereins KMU Laufental, flankiert von den Kaminfegermeistern und Glücksbringern Dominik (l.) und Andreas Frey. Fotos: Melanie Brêchet

Nicht nur auf Risiken fokussieren: Mathias Christ, Vizepräsident der Stadt Laufen, sieht in der regionalen Dialogbereitschaft eine grosse Stärke und Chance.

Nicht nur auf Risiken fokussieren: Mathias Christ, Vizepräsident der Stadt Laufen, sieht in der regionalen Dialogbereitschaft eine grosse Stärke und Chance.

Die Kunst im Mittelpunkt: Die Fusion Factory von Dave Pflugi bietet den Gästen nicht nur ausreichend Platz, sondern auch viel fürs Auge.

Die Kunst im Mittelpunkt: Die Fusion Factory von Dave Pflugi bietet den Gästen nicht nur ausreichend Platz, sondern auch viel fürs Auge.

Man habe sich durchaus Gedanken gemacht, den Neujahrsempfang angesichts des nationalen Trauertags abzusagen, erklärte Marc Scherrer, Präsident des Gewerbevereins KMU Laufental. Man habe sich schliesslich für eine Durchführung entschieden «mit dem nötigen Respekt», wie er ergänzte. In seiner Rede wies Scherrer auf die unsicheren Zeiten hin: «Das Tempo hat sich gesteigert. Die Ereignisse überschlagen sich regelrecht, und man kann sich auf nichts mehr verlassen.» Als Beispiele führte Scherrer die politischen Ereignisse in Venezuela oder den Zollstreit mit den USA ins Feld. Grundregeln würden immer mehr an Bedeutung verlieren. Der Schweiz ginge es aber im Moment noch gut, da sie trotz ihrer kleinen Grösse wirtschaftlich relevant, zuverlässig und leistungsfähig sei.

Ins selbe Horn blies auch Matthias Kottmann, Geschäftsleitungsmitglied der Basellandschaftlichen Kantonalbank. Er betonte, es sei ein wirtschaftlich bewegtes Jahr gewesen. Die Entscheide aus den USA hätten für Kapriolen gesorgt. Schlussendlich sei 2025 jedoch ein finanzpolitisch gutes Jahr gewesen.

Mathias Christ überbrachte Grüsse aus dem Laufner Stadtrat. Wichtig in diesen schnelllebigen Zeiten sei es, sich nicht nur auf Risiken zu fokussieren, sondern den Blick auch auf Chancen zu richten, wie beispielsweise die abgeschlossenen, laufenden und anstehenden Infrastrukturprojekte in der Region. Noch wichtiger sei es aber, regional im Dialog zu bleiben und gemeinsam zu gestalten.

In seiner Fusion Factory präsentierte Gastgeber und Künstler Dave Pflugi zum Abschluss ein neues Werk, das sich noch in der Entstehung befindet und das er — wie bereits seit der Fussball-WM 1998 — anlässlich der bevorstehenden WM in den USA, Kanada und Mexiko realisiert. Anschliessend ging es für die 225 Anwesenden zum Apéro, der von der Bäckerei-Konditorei Niederberger ausgerichtet wurde und Raum für Austausch und Networking bot.

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