«Duuredreie» — auch in Laufen

Das Roxy Birsfelden veranstaltet zum dritten Mal im Rahmen des Tanzfestes ein Projekt, an dem sich nichtprofessionelle Tänzerinnen und Tänzer beteiligen können. Dies an drei verschiedenen Standorten, unter anderem im Kulturforum Laufen.

«Duuredreie» nennt sich das Projekt, zu dem das Roxy Birsfelden interessierte Tanzbegeisterte einlädt. Angesprochen sind Menschen jeglichen Alters, mit und ohne Tanzerfahrung, mit und ohne Behinderung. Innerhalb eines Zeitraums von zwei Monaten werden drei Gruppen bei wöchentlichen Treffen, unter Anleitung dreier Choreografinnen, drei Kurzstücke entwickeln. Dies im Kulturforum Laufen, im Marabu in Gelterkinden sowie in Räumlichkeiten des Quartierzentrums Iselin. Die drei Stücke werden schliesslich zu einem abendfüllenden Tanzstück verbunden und werden im Rahmen des Tanzfests kommenden Mai aufgeführt. Die Gruppe im Kulturzentrum Laufen wird von der Choreografin Lia Schädler angeleitet. Nele Gittermann vom Roxy Birsfelden mit den Details:

Was will uns der Projekttitel «Duuredreie» sagen?

Wir suchen immer nach Ausdrucksformen, die sich auf der einen Seite sowohl choreografisch als auch tänzerisch eignen und sich um das Thema Bewegung drehen. Auf der anderen Seite versuchen wir, mit den Titeln einen persönlichen Zugang zu den Teilnehmenden zu finden oder ein gesellschaftliches Thema aufzugreifen. Bei «Duuredreie» steht die Frage im Zentrum, was uns wütend macht, wogegen wir aufbegehren. Es geht auch darum, ein bisschen aus dem Alltag auszudrehen.

Wen genau sprechen Sie mit dem Projekt an?

Alle, die Lust auf Tanz und Bewegung haben. Wir fordern keine Voraussetzungen. Wir sprechen Menschen unterschiedlichen Alters an, die keine oder vielleicht etwas Erfahrung mit Tanz haben. Da die Proben und Aufführungen eher abends stattfinden, werden es wahrscheinlich weniger Kinder sein.

Wie gross ist das Bedürfnis an partizipativen Tanzprojekten?

Das Interesse in der Stadt ist riesig, da es da ein grösseres Angebot gibt. Die Gruppe in Basel ist ausgebucht, und es gibt eine Warteliste. Die Gruppen in den anderen beiden Standorten in Gelterkinden und Laufen füllen sich zunehmend. Da es im ländlichen Raum jedoch sehr wenige Angebote an partizipativen Projekten wie auch an zeitgenössischem Tanz gibt, kennen das die Menschen vielleicht auch weniger. Wir haben jedoch erlebt, dass die Teilnehmenden, die sich getraut haben und dabei waren, eine durchwegs positive Erfahrung gemacht haben und ein zweites Mal dabei sein wollten.

Wie gross war das Interesse an den Ausgaben 2022 und 2024?

Da haben wir es tatsächlich geschafft, alle drei Gruppen zu füllen. Wir hatten insgesamt um die fünfzig Leute auf der Bühne.

Wie können sich die Teilnehmenden in die Entwicklung der Kurzstücke einbringen?

Es ist ja ein bisschen das Wesen des zeitgenössischen Tanzes, keine vorgefertigten Choreografien zu lernen und zu tanzen. Es geht vielmehr um ein gemeinsames Suchen und Herausfinden, auch mittels Improvisation — ein Prozess, bei dem die Teilnehmenden angeleitet werden. Es ist wichtig, dass sie eigene Ideen mitbringen.

Wie sieht das Geschlechterverhältnis der Teilnehmenden aus?

Es sind vor allem Frauen, die sich interessieren. In den Gruppen sind jeweils auch ein, zwei Männer mit dabei. Aber Männer dürfen sich gerne eingeladen fühlen.

Sie setzen das Projekt sowohl in städtische wie in ländliche Räume. Welches Ziel verfolgen Sie damit?

Wir sind in Birsfelden verortet. Wir sehen es deshalb als unsere Aufgabe, Kunst und Kultur in ländliche Räume zu bringen. Das ist eines unserer klaren Ziele. In der Stadt gibt es bereits ein riesiges Angebot.

Das Tanzfest findet einmal jährlich schweizweit statt und geht zwischen dem 6. und 10. Mai über die Bühne. Die beiden Aufführungen der Gruppen finden am 9. Mai im Roxy und am 10. Mai im Kulturforum Laufen statt.

Proben im Kulturforum Laufen jeden Mittwoch, 19-20.30 Uhr. Start ist der 4. März. Fragen und Anmeldung an: mitmachen@theater-roxy.ch oder unter 061 313 60 98.

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