Erfolg dank der jungen «Wilden»

Der EHC Laufen blickt auf eine äusserst erfolgreiche Saison zurück. Gruppensieg in der 3. Liga, Vize-Meister der Zentralschweiz, Aufstieg und zum vierten Mal in Folge Gruppensieger der U20/U21-Equipe.

Vereint für den Verein: Tobias Häseli, Glenn Chevrolet und Nevio Quartara (von links) verbindet das Leibchen der Laufner U21-Equipe. Foto: eh-presse
Vereint für den Verein: Tobias Häseli, Glenn Chevrolet und Nevio Quartara (von links) verbindet das Leibchen der Laufner U21-Equipe. Foto: eh-presse

Eishockey

Als der Verein im Sommer 2020 die erste Mannschaft aus der 2. Liga zurückzog und in der 4. Liga einen Neubeginn anpackte, war man sich nicht klar darüber, ob und wann eine Rückkehr in die 2. Liga möglich sein würde. «Uns fehlen junge Spieler. Es dauert noch eine Zeit, bis die Lücke, die zwischen Nachwuchs und erster Mannschaft entstanden ist, geschlossen werden kann», erklärte damals Roman Bucher. Aufgrund der Personalsituation und weil bei den ältesten Nachwuchsspielern die Leistungen stimmten, wagte man den Einbau von Spielern in die erste Mannschaft. Was anfangs noch zurückhaltend und mit einer gewissen Skepsis gemacht wurde, erwies sich als Volltreffer. Dank der Trainer jener Equipe, aber vor allem dank der Entwicklung und Einstellung der jungen Spieler. «Im Sommer 2020, mitten in der Coronazeit, hatten wir Markus Bösch als Trainer der U20. Ein Bündner, der in Basel den Hockeyshop führte. Er brachte einige Spieler, die mangels sportlicher Perspektiven aus Laufen in die Nachwuchsabteilung des EHC Basel wechselten, dazu, nach Laufen zurückzukehren», erklärt Glenn Chevrolet, der bis Ende letzter Saison Trainer des ältesten Nachwuchsteams war. Zuerst waren es nur zwei Junioren, welche in die in die 3. Liga aufgestiegene erste Mannschaft berufen wurden. «Als Alain Willemin ein Jahr später als Spielertrainer nach Laufen kam, passte dann auch die Zusammenarbeit.»

Viermal Gruppensieg

Chevrolet übernahm von Florian Schmidlin das Traineramt der U20, die heute als U21 geführt wird. Laufen konnte viermal in Folge in ihrer Kategorie den Gruppensieg feiern. Immer mehr junge Spieler leisteten Doppeleinsätze. «Dass dies möglich wurde, lag an der exakten Planung der Spiele und am intensivierten Sommertraining», so Chevrolet.

Tobias Häseli (21) blickt auf eine sehr starke Saison zurück, darf bereits als Leistungsträger in der ersten Mannschaft bezeichnet werden. «Beim ersten Aufgebot stellte mich der Trainer gleich in die erste Linie. Ich wurde ins kalte Wasser geworfen, aber es funktionierte.» In der Endphase der vergangenen Saison kam auch Nevio Quartara (19) hinzu. «Als Laufen gegen Bern 96 den Aufstieg klarmachte, stand Nevio noch als Fan auf der Tribüne. Im Halbfinalspiel, auswärts gegen das starke Münchenbuchsee, erhielt er ein Aufgebot und die Trainer liessen ihn in der ersten Linie spielen», erinnert sich Chevrolet. Quartara lacht. «Ja, als ich das wusste, war es schon speziell. Ich schlief aber trotzdem gut, denn ich konnte mit Tobi in einer Linie spielen. Wir zwei verstehen uns bestens, spielen auch schon zehn Jahre zusammen.»

Häseli freut sich auf die 2.-Liga-Saison. «Es wird anders. Zuletzt haben wir meist gewonnen, da müssen wir uns in Zukunft mental anpassen. Wir werden mehr Niederlagen kassieren. Aber wir geben bereits im Sommertraining alles.» Häseli wird nur noch in der ersten Mannschaft zum Einsatz gelangen. «Die Doppelspiele waren teils schon belastend. Vor allem, wenn du am Samstag nach dem Spiel der ersten Mannschaft im Ausgang warst und dann am Sonntag mit der U21 spielen musstest», lacht er.

Quartara wird weiter Doppeleinsätze bestreiten, dann unter Trainer Wayne Gass. «Ich werde noch härter trainieren im Sommer, gehe zusätzlich auch ins Fitness. Ich will bereit sein, mich verbessern und den Teams helfen.» Beim EHC Laufen haben die jungen «Wilden» das Zepter übernommen und der Verein kann stolz auf sie und die Nachwuchsarbeit sein.

«Die Doppelspiele waren teils schon belastend. Vor allem, wenn du am Samstag nach dem Spiel der ersten Mannschaft im Ausgang warst und dann am Sonntag mit der U21 spielen musstest.»

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