Lust und Frust beim Camping
Was alles so auf dem Campingplatz geschieht, führt das Theaterensemble Liesberg in seinem Lustspiel «Schöni Campingferie» auf. Liebe, Diebstahl und viel Seelenpflege runden diesen unterhaltenden Dreiakter ab.

Campieren ist heutzutage ein komfortables Ferienvergnügen: Im Vorzelt steht der Grill, im Kühlschrank liegen Wurst und Käse und am Abend schaut man bei einem Bierchen den Fussballmatch. Einzig die Nachbarn kann man sich nicht aussuchen, das kann die Ferienidylle schlagartig trüben. Diesem heiklen Thema hat sich der Theaterverein Liesberg angenommen und das Stück «Schöni Campingferie» von Bernd Gombold inszeniert.
Da sitzt das Ehepaar Hasler vor seinem Wohnwagen, geniesst das prächtige Wetter und die paradiesische Ruhe und nennt sich liebevoll Müsli und Bärli. Mit der Beschaulichkeit ist es aber vorbei, sobald die Familie Muff sich neben den Haslers niederlässt und mit grossem Trari-Trara ihr Zelt aufstellt. Besonders mit dem Einmannzelt der Schwiegermutter Martha, abschätzig als Drachenhöhle bezeichnet, hat Klaus Muff seine liebe Mühe und er tut das auch lauthals kund. «I hätt d Schwiegermuetter lieber uf Argentinie gschickt, de wurd se jetzt es Krokodil frässe», verkündet Kotzbrocken Klaus Muff. «Dumm gebore u nüt drzue glehrt», gibt der schwiegermütterliche Drache schlagfertig zurück. Das Ehepaar Hasler ist total entnervt, derweil die Möchtegern-Psychologin Linda die Kampflustigen zu therapieren versucht.
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Aufführungen «Schöni Campingferie» in der Kulturhalle Seemättli Liesberg: Samstag, 2. 3., Samstag, 9. 3., Freitag, 15. 3. und Samstag, 16. 3.2013, jeweils um 20 Uhr. Reservationen Tel. 079 650 66 92.


