Laufner Eisfüchse mit starker Leistung
In der Kategorie D – die Jüngsten – mussten sich die Laufner Eisfüchse im Endspiel erst nach dem26. Penalty geschlagengeben und der Hockeyschule Poschiavo zumSieg gratulieren.

Zum neunten Mal fand die PostFinance Trophy statt. Das Schülerturnier für Knaben und Mädchen der 1. bis 6. Primarklassen ist längst mehr als «nur» ein Schülerturnier. Man findet in den Teams auch kaum mehr Gelegenheitsspieler, denn die Spieler (vor allem Knaben) werden schon früh ins richtige Eishockeytraining eingeführt und dadurch wird auf breiter Ebene beste Nachwuchsförderung betrieben. Nach 21 Qualifikationsturnieren mit rund 2400 Spielerinnen und Spielern trafen sich die besten 16 Teams in der Ilfishalle in Langnau zum Finaltag. Von ihren Wohnorten wurden die Teams per Postauto ins Emmental gefahren. Schon das war für die Kids ein Erlebnis. Zudem erhielt jedes Team einen Betreuer in Person eines Spielers aus der Nationalliga. So etwa die SCB-Akteure Eric Blum und Goalie Marco Bührer. Ebenfalls im Einsatz warenReto von Arx und Felix Hollenstein, Co-Trainer des Schweizer Eishockey-Nationalteams. Laufens «Coach» war Daniel Steiner vom EHC Biel. Das Laufner Team spielte in der Kategorie D für Kinder des ersten und zweiten Schuljahres oder jünger. In dieser Kategorie darf kein lizenzierter Spieler mitmachen. Im ersten Spiel bezwang Laufen die Hockeyschule Urdorf gleich mit 17:0. Im zweiten Match gewannen die Füchse gegen den späteren Sieger Poschiavo 6:4 und im dritten Spiel gegen die Power Mäuse von Olten 9:2. Im Final führte Laufen nach zehn Minuten mit 3:0. Doch dann liessen die Kräfte merklich nach. Die Laufner waren im Vergleich zum Gegner deutlich jünger (vier 7-Jährige von 10 Spielern) und kleiner. Nach einem 3:3 nach regulärer Spielzeit musste ein Marathon-Penaltyschiessen den Gewinner des Pokales ermitteln. Sieger jedoch war jeder, der an diesem Turnier teilnahm! Das Laufner Team wurde von Christian Kneuss betreut. Er ist beim EHC Laufen als Trainer bei den Bambini und in der Hockeyschule tätig. Assistenztrainerin warSibylle Kohler.
Gemäss René Gamper, der beim EHC Laufen für die Basisarbeit mitverantwortlich ist, leiste man auf dieser Stufe hervorragende Arbeit. «Die Zertifizierungsresultate, so etwas wie die Trainingskontrolle des Verbandes, geben uns die positive Rückmeldung für unsere Arbeit. Auch in dieser Saison dürfte es wieder einen Spitzenrang geben. Aktuell belegt Laufen Platz acht von 103 Bewerbern aus der ganzen Schweiz! Darauf sind wir schon stolz.» In der Hockeyschule hat man jährlich rund 20 neue Kinder. Sobald jemand lauftechnisch so weit sei, werde er zu den Bambinis, ins eigentliche Hockeytraining, geführt. Dort kann man bis zu drei Lektionen pro Woche absolvieren. «Das ist mit ein Grund dafür, dass die Laufner Teams bei der PostFinance Trophy immer wieder gut abschneiden», so Gamper. Aus den Trainingsgruppen der Bambinis bildet man in Laufen jeweils drei Hockeyschulteams. In dieser Saison die Eisfüchse, Kuefefäger und Puckjäger. Bei den Füchsen habe es aber schon die grössten Talente, fügt Gamper schmunzelnd an. Dieser Anlass ist nicht vergleichbar mit Grümpelturnieren wie im Fussball. Entsprechend professionell ist das Turnier, auch dank dem umsichtigen Hauptsponsor, der immer wieder Projekte im Schweizer Eishockeynachwuchs unterstützt, aufgezogen.


