Laufens Endspurt für Playoffs
Es war wiederum eine sehr wechselhafte Phase für den EHC Laufen. Nach dem Sieg gegen Koppigen wurde Dienstagnacht beim Leader HCM eine ruppigere Gangart gewählt.

Entgegen den Vorstellungen von Trainer Georg Taferner kommen die Laufner seit der Festtagespause nicht so richtig in die Gänge. Ausrutscher wie gegen Brandis schmerzen. Die Niederlage zu Hause gegen Wettingen-Baden war keine Überraschung. Da trat das Team ja nach klarem Rückstand beherzt auf und zeigte Charakter. Geblieben war dann aber doch wieder nur eine Niederlage gegen die Aargauer. Auch dieses Etappenziel des Trainers wurde nicht erfüllt. Er wollte endlich mal gegen die so genannt Übermächtigen gewinnen, um den «Fluch» abzustreifen. «Wenn wir gegen die Topteams der Gruppe nicht gewinnen, ist es auch in den Playoffs gegen die stärkeren Widersacher ab den Viertelfinals nicht möglich.» Auch im Eishockey spielt sich vieles im Kopf ab. So gesehen war der Sieg am Samstag gegen Koppigen doch einiges mehr wert, als es schien. Es war ein Geknorze. Laufen vermochte sich gegen die gewohnt robust zur Sache gehenden Berner nicht durchzusetzen. Trotz zwischenzeitlicher 3:1-Führung und einer Grosschance zum 4:1. Die Laufentaler servierten den Gästen die Treffer fast auf dem silbernen Tablett. So dauerte es nicht lange und mit dem 4:4-Ausgleich drohte das Spiel zu kippen. Knapp sechs Minuten vor Spielende traf dann aber Diserens zum vorentscheidenden 5:4 und Kottmann war mit einem Schuss ins leere Tor für den Endstand besorgt. Nachdem Altstadt gegen HCM verlor, konnte Platz drei gerettet werden. So spielte es dann auch keine Rolle, dass Laufen beim Leader HCM Dienstagnacht ebenfalls eine Niederlage hinnehmen musste. Wie im Hinspiel war man aber wieder lange sehr nahe dran, ging sogar durch Kambouris in Führung. Im Mittelabschnitt fasste Laufen aber entschieden zu viele Strafen und verlor das Drittel 0:2.
Eine Strafenflut auf Seiten Laufens gabs dann im Schlussdrittel. Mit total 77 Strafminuten gab man sich nicht gerade von der besten Seite. HCM gewann das Spiel letztlich mit 4:2.
Laufen muss sich in den verbleibenden Partien gegen die Playout-Teams wieder von einer besseren Seite zeigen. Bereits am Dienstag (20.15 Uhr) in Laufen gegen Wohlen, das Schlusslicht nach Verlustpunkten. Lediglich sechs Zähler weisen die Aargauer bislang auf. Das sind deren 22 weniger als Laufen. Es wird ganz klar ein Spiel, das Laufen im Kopf gewinnen muss.


