«Laufen vorwärtsbringen»
Am letzten Sonntag wurde Alex Imhof als neuer Stadtpräsident gewählt.

Alex Imhof ist ein Laufner durch und durch. Er ist hier aufgewachsen, hat hier die Schulen bis zur Matura durchlaufen. Und hier bläst er seit Jahrzehnten in der Stadtmusik Laufen das Euphonium und an der Fasnacht zieht er als Mitglied der «Nasegrübler» guggend durch die Gassen und Beizen. In jungen Jahren hat er engagiert für einen Übertritt des Laufentals in den Kanton Baselland gekämpft. Und nun findet die lange politische Laufbahn des 48-Jährigen einen (vorläufigen) Höhepunkt.
«Nach dem Kantonswechsel des Laufentals wollte ich zuerst eine Pause machen». In diesen Jahren hat er sein Anwaltspatent gemacht und mit seiner Frau Claudia Weible Imhof zusammen ein Anwaltsbüro in Laufen eröffnet und aufgebaut. In dieser Zeit sind auch die drei Kinder (15, 13 und 12 Jahre alt) auf die Welt gekommen. Im Jahre 1999 erfolgte ein erster Schritt zurück in die Politik: Damals wurde er zum Versammlungspräsidenten der Gemeindeversammlung gewählt. In diesem Amt erhielt er Einblick in die politischen Tagesgeschäfte der Stadt Laufen: «Hier hat es mich wieder gepackt», erinnert sich Alex Imhof. So wechselte er 2008 in den Gemeinderat, wo er das Departement Bau und Planung übernahm. In dieser Zeit hat er vieles in die Wege geleitet. Hervorzuheben ist hier der Stadtentwicklungsplan (Step), der dazu beitragen soll, das Stedtli zu einem attraktiven und lebendigen Wohn- und Arbeitsort zu machen. «Step war sehr anspruchsvoll, welche die Stadt Laufen sicher weiterbringen wird.» Weiterbringen will der neue Stadtpräsident Laufen auch im finanziellen Bereich. Die Stadt Laufen steht gut da: Das Eigenkapital betrage rund elf Millionen Franken. Dank Verkäufen habe man 2011 sogar einen erklecklichen Überschuss erzielt. «Laufen steht nicht so schlecht da, wie da und dort behauptet wird.» Trotzdem will Alex Imhof als neuer Finanzchef alles daran setzen, dass Laufen einen ausgeglichenen Haushalt ausweisen kann. Dies will er im Team, gemeinsam mit dem Stadtrat, erreichen. «Gemeinsam werden wir gleich zu Beginn der neuen Legislaturperiode ab kommendem Monat ein Prioritätenprogramm erstellen.»
Alex Imhof stammt aus einer politischen Familie. Sein Vater Ruedi war 1976 bis 1980 Stadtpräsident von Laufen, später sogar acht Jahre Nationalrat. «Mein Vater war mir auch als Politiker ein Vorbild», sagt der neue Stadtpräsident. Und es sei toll, in dessen Fussstapfen zu treten. Allerdings hegt Alex Imhof derzeit keine höheren Ambitionen: «Ich will mich nicht verzetteln», meint er dazu. Zudem sei etwa das Mandat eines Landrates neben dem Gemeindepräsidium «kaum machbar». Aber Laufen sei spannend und interessant genug; hier könne man mit den Ratskolleginnen und -kollegen vieles bewegen. Und in partnerschaftlich will er auch als Stadtpräsident mit dem Kanton zusammenarbeiten, um die dringenden Verkehrsprobleme Laufens zu lösen.


