Laufen ausgeschieden
Nach dem 2:3 im entscheidenden dritten Playoff-Spiel gegen Worb kann man in Laufen das Eis abtauen. Die Playoffs endeten mit einer grossen Enttäuschung.

Trainer Georg Taferner holte sich aus lauter Frustration eine blutige Handverletzung. Worbs Topskorer Krebs schickte Laufen 15 Sekunden vor der Overtime mit einem Slapshot in die Ferien!
Nach der Niederlage in Worb versuchte Laufen zuerst einmal, das von Michi Strasser gut gehütete Tor abzusichern. Ein früher Gegentreffer wäre im entscheidenden Spiel ein herber Rückschlag gewesen. Die Berner hatten dank dem klaren Erfolg deutlich Mumm erhalten und zogen gleich so richtig etwas ab. Man suchte den Treffer und wollte, unterstützt von einem lautstarken Anhang das Heimteam verunsichern. Laufen kam jedoch immer besser mit dem Spiel der Gäste zu Recht und setzte Nadelstiche. In der achten Minute brachte Alex Thalmann auf Zuspiel von Stephan Bucher Laufen in Führung. Auch im Mitteldrittel konnte das Taferner-Team das eigene Gehäuse recht gut absichern und kam immer wieder zu Offensivaktionen. Doch schon da wurde deutlich, dass man keine 100-Prozent-Möglichkeitenkreieren konnte. Gäste-Hüter Moser hatte bei den Schüssen immer freie Sicht, was auch nicht gut war. Trotzdem sorgte Roger Pfeiffer mit einem wuchtigen Slapshot für das 2:0. Worb kam zum dritten Abschnitt mit dem Mute der Verzweiflung. Man stürmte, was das Zeug hergab. Laufen verpasste es in dieser Phase, entschlossen auf den wohl entscheidenden dritten Treffer zu gehen. Stattdessen spielte man ein sowohl als auch und war weder in der Defensive noch Offensive richtig überzeugend. In der 46. Minute fiel der Anschlusstreffer und prompt erhöhte sich die Nervosität. Unnötig war dann der Ausgleich in der 55. Minute, da man Schütze Seiler zu viel Raum und Zeit gab. Trotzdem deutete alles auf eine Overtime hin. Da würden die Karten wieder neu gemischt und da durfte dann auch Worb nicht mehr auf Teufel komm raus stürmen. Es sollte aber nicht so weit kommen. Krebs holte sich in der Spielfeldmitte die Scheibe, machte ein paar Schritte und hämmerte Strasser den Puck über die Fanghand ins Netz. Aus - vorbei! Taferner versuchte zwar mit einem Timeout und einem sechsten Feldspieler für Strasser das Unmögliche zu schaffen, es blieb aber beim Versuch. So endete eine Saison, die nie so richtig überzeugen konnte, trotz Rang drei. Zu oft fiel man in vergangene Muster zurück. Wie sagte es doch Routinier und wichtige Teamstütze Marius Martinelli nach dem Spiel: «Das war wieder eine typische Laufner Niederlage.» Wie recht er doch damit hat.


