Laufen am Neuenburgersee
Nach dem ersten Sieg soll gegen das unberechenbare Xamax am Neuenburgersee wieder Zählbares drinliegen.

von Edgar Hänggi
Trainer Mario Ritter gab sich betont ruhig im Vorfeld der Partie gegen Oberdorf. Keiner sei nervös, aber alle wüssten, worum es gehe. Zuerst waren es Distanzschüsse, die für einigermassen Gefahr sorgten. Nach einer halben Stunde gab es den ersten richtigen Aufreger, als Anton Weis einen Freistoss an die Latte schoss. Beide Torhüter hatten kaum Arbeit, was nicht hauptsächlich an den starken Defensivreihen lag, sondern an den zu vielen Ungenauigkeiten im Spielaufbau. Dass Ritter immer wieder lautstark nach höherem Tempo verlangte, war verständlich, denn es wollten einfach kaum druckvolle Aktionen gelingen. Zur zweiten Hälfte brachte Ritter erstmals in dieser Saison den Offensivspieler Philipp Borer, der zum Beachsoccer wechselte. Borer sorgte gleich von Beginn weg in seiner bekannten Art für Stimmung. Sofort hatten Laufens Aktionen mehr Druck. Doch ausgerechnet in diese Phase hatten die Gäste die besseren Möglichkeiten. Einen Eckball von Lotti vermochte man gerade noch vor der Torlinie wegzuschlagen und in der 63. Minute traf Captain Krattiger den Ball nicht wunschgemäss. Sonst aber war es das Heimteam, das für die Musik sorgte. Gleison, zweimal Borer und Weis verpassten mit guten Schüssen das Tor knapp. Nach zwei zu ungenauen Freistössen in der Nachspielzeit und einem abgefangenen Konter entwischte der eingewechselte Andreas Jeker seinen Bewachern, umspielte Schmid und traf eiskalt. Dass dann Borer wegen übertriebenem Torjubel vom Platz gestellt wurde, passte zur ungenügenden Leistung der Unparteiischen. Allerdings war es eine unnötige Aktion Borers, die ihn bereits wieder zuschauen lassen. «Es war für den weiteren Verlauf sehr wichtig, dass wir das Spiel gewinnen konnten. Vor der Nachspielzeit hätte ich aber auch den einen Punkt genommen.» Am Samstag tritt Laufen um 16 Uhr im Stadion Maladière in Neuenburg gegen Xamax U21 an. Keine einfache Aufgabe, denn Xamax gewann am Sonntag in Pruntrut gleich 4:0. Allerdings haben die Black Stars bewiesen, dass man auch erfolgreich sein kann. In der zweiten Runde holten die Basler beim 2:2 einen Zähler. Mit diesem Vorhaben gehen auch die Laufner ins Spiel. «Ich hoffe, dass jetzt der Knoten geplatzt ist», macht Ritter Hoffnung. Vor allem die Stürmer haben noch Steigerungspotenzial. Das offensive Spiel der Neuenburger könnte die Chance für den schnellen Witalij Arsentjew sein.


