Lasst uns euch unterhalten
Das Unterhaltungskonzert der Stadtharmonie fand nach acht Jahren in Röschenz wieder als Heimspiel in Laufen statt. Die Mehrzweckhalle Serafin erwies sich dabei als idealer Ort für den musikalischen Auftritt.

Let me entertain you» heisst der berühmte Hit von Robbie Williams. Unter dem Motto «Let us entertain you» – «lassen Sie sich von uns unterhalten» – fand am letzten Samstag das Unterhaltungskonzert der Stadtharmonie Laufen statt. Zum ersten Mal spielten die Musikerinnen und Musiker in der Mehrzweckhalle Serafin. Mit einem roten Vorhang wurde die Doppelturnhalle in zwei Räume abgetrennt, sodass die Töne sich in der grossen Halle nicht verloren und eine gemütliche Konzertatmosphäre entstand.
Mit einem Marsch eröffnete die Stadtharmonie den Unterhaltungsabend. Es folgte ein abwechslungsreiches Programm mit Musik aus den unterschiedlichsten Sparten. So überzeugte «Jazzin’ It Up» mit der rassigen Einlage der fünf Saxofonisten. Kreativ, überraschend und witzig war das lange Stück «Imagasy». Da die Stadtharmonie Laufen in diesem Jahr an keinem Musiktag teilnimmt, wurden die vier Veteranen und eine Veteranin – zusammen zählten sie 255 Jahre aktives Musizieren – an diesem Abend geehrt. Zur Feier folgte eine Polka und anschliessend ein «süffiger» Blues, den Julia und Matthias Kümin ankündigten und gleichzeitig auf die Pause hinwiesen, in der Getränke und Essen konsumiert werden konnte. Eine originelle Idee hatte der Verein betreff Tombola. Wie bereits im letzten Jahr wurden nicht Lose verkauft, sondern Rosen, rund 400 Stück. Wem das Glück nicht winkte und somit keine Stecknadel als Gewinnnummer im Stiel steckte, behielt wenigsten als Niete eine Rose.
Nach der Pause ging es mit modernen Stücken weiter, wobei vor allem auch die Bläser ihr Können unter Beweis stellen konnten. Als poppiger Abschluss krönte ein Mix von Lady-Gaga-Hits das Konzert. Dem argentinischen Dirigenten Miguel Etchegoncelay, dem das zahlreich erschienene Publikum etwas zu brav war, übernahm kurzerhand auch die Kontrolle über die an den Tischen Sitzenden und dirigierte sie zum Abschluss vom leisen über den lauten Applaus bis hin zur La-Ola-Welle.


