Kultur leben und miterleben
Es überrascht, das neue Laufentaler Jahrbuch. Es berichtet über die grosse Hingabe, mit der die Laufentaler vielfältige Kultur schaffen.

Kultur lebt man, Kultur gibt Wurzeln», sagte Landrat Georges Thüring letzte Woche an der Vernissage des Laufentaler Jahrbuches. Diese wurde im Dittinger Restaurant Bergmattenhof im kleinen Rahmen gefeiert. Das Laufentaler Jahrbuch 2014 widmet sich dem Thema Kultur.
Thüring hat sich als Co-Präsident der landrätlichen Kulturgruppe intensiv mit Kultur beschäftigt. Auch ist er als Mitgründer der Theatergruppe Grellingen, als Sänger im Jodlerclub und als Organisator von Schwingfesten und der Laufentaler Gewerbeausstellung AGLAT ein vielfältiger Kulturschaffender. «Kultur», nun meint Thüring, «Kultur ist wichtig, damit man weiss, woher man kommt.» Gelebt und gepflegte Kultur gebe einen Zusammenhalt in der Bevölkerung. «Breitenkultur» nennt Thüring die gelebte Kultur in den Dörfern, in Anlehnung an den Begriff «Breitensport». Es sei auch Aufgabe des Staates, diese Breitenkultur zu fördern, so Thüring.
Die Themen Zusammenhalt und Wurzeln waren auch Pate bei der Entstehung des Laufentaler Jahrbuches, das nun im 29. Jahrgang vorliegt, erzählte Christina Borer, die Initiantin des Jahrbuches. Nach all den Turbulenzen um den Kantonswechsel des Laufentales wollte die ehemalige Sekretärin des Ja-Kommitees (Befürworter des Anschlusses an Baselland) etwas politisch und konfessionell Neutrales auf die Beine stellen. Zudem sollte es das kulturelle und geschichtliche Gedächtnis des Laufentales stärken.
Gefragt, welche kulturellen Vereine sie besonders ansprechen, zählt Borer die Musikgesellschaften auf, die Gesangsvereine, die Orchester, der Kammerchor. «Musik schlägt mich in den Bann», gibt sie freimütig zu.
Doch auch dem Schreiben ist sie nicht abgeneigt, und so kommt es, dass sie zusammen mit Gerhard Vitt, Bernhard Bucher und Pierre Gürtler ein eingeschworenes Quartett bildet. Dieses war von Anfang an dabei, als es galt, das erste Laufentaler Jahrbuch zusammenzustellen.
Das Thema für das 30. Jahrbuch, die Jubiläumsausgabe, steht noch nicht fest. Die Gruppe werde es erst im Januar festlegen, so Borer.


