Kritische Töne für Projekt Nau
An der Orientierungsversammlung für die Überbauung des Areals Nau wurden in Arbeitsgruppen die positiven und negativen Aspekte des Projekts emsig diskutiert und anschliessend dem Plenum vorgetragen.

Um es gleich vorwegzunehmen: Am meisten Sorgen bereiteten den Einwohnern die ungelösten Verkehrsverhältnisse in Laufen. Das kam auch zum Vorschein, als Stefan Marbach vom Architekturbüro Herzog & de Meuron den hundert Gästen im Alts Schlachthuus die Konzeptstudie Nau vorstellte. Auf dem Areal Nau sollen rechts und links der Birs 190 Wohnungen für 420 Einwohner gebaut werden. Ein grosszügig angelegter Birspark soll als Begegnungsort und Freizeitraum der Laufner Bevölkerung dienen und auf dem Amthaus-Parkplatz ist ein Stadtgarten mit Kinderspielplatz und Allmend vorgesehen. Besonders der Birspark stiess bei den Gästen auf Begeisterung, aber sie verhehlten nicht, dass das ganze Projekt die Verkehrsverhältnisse noch verschlimmert. «Mir fehlt ein Gesamtkonzept für den Verkehr rund um Laufen», monierte eine Dame. Die Engpässe am Bahnhof und in der Vorstadt müssten zuerst gelöst werden.
Walter Winteler vom Eishockey-Club Laufen ging noch ein Stück weiter: «Wo sollen die Besucher der Eishalle, des Fussballklubs und des Schwimmbads parkieren, wenn das ehemalige Steiner Areal überbaut wird?» Die Studie sieht zwar zwei unterirdische Parkhäuser beim Amthaus vor, aber Winteler machte geltend, dass die Gehwege zu lang sind. 420 neue Einwohner würden ohnehin gewaltigen Mehrverkehr erzeugen. Giuseppe Gerster verlangte, dass man den neuen Steg über die Birs direkt zur Wassertorgasse führe und entsprechend ein Parkhaus beim Schlachthaus baue.
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