Kinospass ohne Wolldecken und Jacken
Besser hätte die Eröffnung des siebten Open-Air-Kinos letzten Donnerstag auf dem Schlachthausplatz nicht ausfallen können. Lediglich kleine Wasserpfützen auf den 850 bereitgestellten Zuschauerstühlen erinnerten noch an die heftigen Gewitter des Vorabends.

Pünktlich um 19.30 Uhr legte die Freewheelin Blues Band los. Gebucht wurde diese regionale Formation noch mit dem leider viel zu früh verstorbenen Bandmitglied Fredy Häner. Zahlreiche Sponsoren und Ehrengäste durfte Pascal Bolliger, Präsident Open Air-Kino Laufen, zum Start des diesjährigen Festivals willkommen heissen.
«Das gibt Ärger» lautete der Titel des Eröffnungsfilms. «Etwas Unterhaltendes, Leichtverdauliches für unsere Special-Gäste», wie sich Bolliger ausdrückte. Schwereres sollte noch folgen. Am Freitag aber waren zuerst noch die Kinder an der Reihe. Selbstverständlich nur in Begleitung von Mami oder Papi. «Merida, die Legende der Highlands» passte sich wunderbar ein in die offene Kulisse an der Birs. Während sich der Zuschaueraufmarsch am Donnerstag mit rund 350 Eintritten noch im Graubereich bewegte, durften die Veranstalter mit den Folgeabenden zufrieden sein. Nach den beiden Filmen «Extrem laut und unglaublich nah» sowie «Men in Black 3» stehen nun noch drei grosse Filme auf dem Programm. Heute Donnerstag wird Hauptdarsteller Hanspeter Müller-Drossaart «Eine wen iig, dr Dällebach Kari» persönlich ankündigen. Am Freitag sind wieder vorwiegend Familien am Zug. «Wir kaufen einen Zoo» heisst die Devise. Und hoffentlich bleibt den Besuchenden noch etwas Kleingeld, um von den vielen kulinarischen Angeboten zu profitieren. «Ziemlich beste Freunde» dürfte am Samstag für einen fulminanten Abschluss mit vollbesetzten Rängen sorgen, wie Bolliger bereits am vergangenen Wochenende durchsickern liess: «Der Vorverkauf lief jedenfalls für den Erfolgsstreifen dieses Jahres ausserordentlich gut.»


