Kinder besorgen Spatenstich

Mit dem symbolischen Spatenstich wurde mit dem Bau des neuen Doppelkindergartens begonnen. Das Gebäude liegt im Zentrum von Zwingen und beherbergt nebst Gruppenräumen auch Heilpädagogik und Mütter-/Väterberatung.

Kinder wirkten tüchtig mit: Beim Spatenstich des neuen Kindergartens in Zwingen. (v.l.) Schulleiter Erich Rubitschung, Gemeindepräsident Benno Jermann, Gemeindrätin Denise Eicher, Architektenehepaar Ulrike und Roman Hörler, Bauleiter Patrik Borge
Kinder wirkten tüchtig mit: Beim Spatenstich des neuen Kindergartens in Zwingen. (v.l.) Schulleiter Erich Rubitschung, Gemeindepräsident Benno Jermann, Gemeindrätin Denise Eicher, Architektenehepaar Ulrike und Roman Hörler, Bauleiter Patrik Borgeaud. Foto: Jürg Jeanloz

Die Kindergärtler von Zwingen konnten auf einer echten Baustelle so richtig zulangen. «Kinder, wir wollen mit dem Bau gleich beginnen», rief Gemeinderätin Denise Eicher den Kleinsten zu. Mit gelben Käppli, Kesseln und Schaufeln betraten sie die Baustelle, auf welchem der neue Doppelkindergarten zu stehen kommt, und gruben im harten Lehm, was das Zeug hielt. Wenn das kein gutes Omen ist!
Der neue Doppelkindergarten «Taka-Tuka», der als bestprämiertes Projekt vom Architekturbüro Hörler Architekten Basel entworfen wurde, besteht aus zwei Kindergärten mit Spiel und Aufenthaltsbereichen. Durch die Schrägdachgestaltung gehen die Räume jeweils von einem eingeschossigen in einen zweigeschossigen Teil über und öffnen sich mit einer grossen Verglasung zum Garten hin. Auch bei schlechtem Wetter oder extremer Sonneneinstrahlung können sich die Kinder im Freien bewegen. Das dreiteilige Kindergartengebäude ist in Holz konstruiert. Der Holzbau sorgt für angenehme Temperaturen und heimelige Aufenthaltsräume. Gegen Süden werden grosse Fenster eingezogen, die Kinder können von überall gut überwacht werden. Garderoben- und Materialräume sowie kindergerechte WC-Anlagen ergänzen den notwendigen Bau.
Wie Denise Eicher ausführte, wäre die Sanierung der beiden Kindergärten im heutigen Zustand zu teuer gewesen, weshalb der Rat beschloss, den Kindergarten am Kirchweg 1 abzubrechen und den neuen für 2,6 Mio. Franken an dieser Stelle zu realisieren. Heute sind mit 20 Kindern pro Jahrgang zu rechnen, wobei Studien ergeben haben, dass der Bestand kurzfristig absinkt und dann wieder steigt. Dank der Zusammenlegung der beiden Kindergärten können viele Synergien für die Organisation und die Lehrerinnen erzielt werden. Gemeindepräsident Benno Jermann warf nochmals einen Blick zurück auf die Geschichte des Kindergartens in Zwingen. «Der junge Pfarrer Anton Striby war für den Frauenverein ein Glücksfall, denn er verhalf ihnen zur Gründung eines Kindergartenvereins», warf er in launigen Worten ein. 1959 wurde der Bau einer Kinderschule für die Kleinigkeit von 185 000 Franken beschlossen. Bis 1992 wurde der Kindergarten privat geführt und von den Ordensschwestern vom heiligen Kreuz in Ingenbohl geführt. Danach übernahm die Gemeinde das Kindergartenwesen und die Löhne wurden vom Kanton Bern bezahlt. 2002 kaufte die Einwohnergemeinde der Kirchgemeinde das Gebäude ab, das Land wurde, weil es seinerzeit von der Gemeinde geschenkt wurde, unentgeltlich zurückgegeben.

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