Kehrichtsammlung zukünftig geräuschlos

Wie an der 43. Generalversammlung zu erfahren war, setzte die Kelsag voll auf umweltgerechte Energie. Strom aus dem Blockheizkraftwerk (Biogas) und der Photovoltaikanlage sowie Elektro-Abfallwagen für Kehricht ab Mitte 2019.

<em>Zuerst Verwaltungsrat, jetzt Geschäftsführer der Kelsag: </em>Verwaltungsratspräsident Germann Wiggli (l.) überreicht Edmund Frey Kuron eine Flasche Wein. Foto: Jürg jeanloz
<em>Zuerst Verwaltungsrat, jetzt Geschäftsführer der Kelsag: </em>Verwaltungsratspräsident Germann Wiggli (l.) überreicht Edmund Frey Kuron eine Flasche Wein. Foto: Jürg jeanloz

Noch nie erzielte das Blockheizkraftwerk aus Bioabfällen von Haushalten und Gastrobetrieben so viel Strom wie 2018. «2240 Megawattstunden erneuerbarer Strom konnte ins Netz der EBM eingespeist werden», sagte stolz Kelsag-Verwaltungspräsident Germann Wiggli. Ebenso lieferte die Photovoltaik-Anlage beachtliche 442 MWh. Ab Mitte Juli soll zudem der Haushaltabfall mit CO²-freien Elektrolastwagen eingesammelt werden.

Der vor einem Jahr zum Verwaltungsrat gewählte Edmund Frey Kuron übernahm am 1.12.2018 die Geschäftsführung und Betriebsleitung der Kelsag von seinem Vorgänger Guiseppe Guanci. «Wegen den Regeln der angemessenen Unternehmungsführung kann er nicht gleichzeitig Verwaltungsrat und Geschäftsführer sein», erklärte Wiggli. Er scheidet deshalb aus dem VR aus. Für den freiwerdenden Sitz haben sich folgende Herren beworben: Der 57-jährige Landrat Franz Meyer arbeitet als Projektmanager für Kommunikationsanlagen, ist Präsident der Baselbieter Umwelt- und Energiekommission und war Gemeindepräsident von Grellingen, während der pensionierte Dipl. ETH-Ingenieur Jörg Schwander als technischer Leiter in der Industrie tätig war, als Präsident der Römisch-katholischen Kirche in Laufen amtet und Gemeinderat von Laufen war. Aus dem Aktionärskreis bemängelte Jacqueline Wunderer, dass die Kommunikation zu den beiden Bewerbern zu knapp war und Gemeindepräsident Hannes Niklaus aus Brislach empfahl, den Unternehmer Schwander zu wählen. Mit 1446 von 1885 möglichen Aktionärsstimmen wurde Franz Meyer gewählt.

Da die Schlackendeponierung auf dem hinteren Chestel in Liesberg abgeschlossen ist, hat die Kelsag der Gemeinde Liesberg als Standortentschädigung für die Jahre 2017 und 2018 noch 254633 Franken zugestanden. Wie der Liesberger Gemeinderat Volker Papenburg darlegte, will Liesberg weiterhin eine Entschädigung für Standort, Lastwagen- und Geruchsimmissionen. Dem widersprach Wiggli und verwies auf weitere Gespräche zwischen dem VR und den Liesberger Behörden.

Nachdem die Klage der Gemeinde Duggingen gegen die Kelsag am Kantonsgericht betreffs Rückerstattung der zuviel bezahlten Kehrrichtgebühren einstimmig abgewiesen wurde, meldete sich unter Verschiedenem der Dugginger Gemeindevizepräsident Peter Tschudin und verlangte, dass die Generalversammlung darüber abstimmen soll, ob Duggingen aus dem von der IWB an die Kelsag zurückerstatteten vier Mio. doch noch einen Beitrag erhält. Wiggli machte geltend, dass Duggingen seit 1.1.2017 seine Abfallentsorgung selbst vornimmt und dadurch keinen Anspruch mehr hat, wie das Kantonsgericht feststellte. Es stehe der Gemeinde selbstverständlich weiterhin frei, die Dienstleistungen der Kelsag wieder in Anspruch zu nehmen.

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