Kampf mit dem Aufstieg

Das Röschenzer Völklein musste sich an der Banntags-Wanderung Wurst und Brot hart verdienen. Auf dem Zimmermannsplatz gab es dafür Bier,Mineralwasser und eine phänomenale Aussicht auf die Jurazüge.

Start zur Wanderung: Banntags-Enthusiasten auf dem Dorfplatz. Fotos: Jürg Jeanloz

Start zur Wanderung: Banntags-Enthusiasten auf dem Dorfplatz. Fotos: Jürg Jeanloz

Endlich auf dem Zimmermannsplatz: Die Stadtbachratten servieren den Apéro.

Endlich auf dem Zimmermannsplatz: Die Stadtbachratten servieren den Apéro.

Wanderwetter, wie es im Buche steht, aber aufgepasst, der Weg war für Kinderwagen ungeeignet und gutes Schuhwerk in Anbetracht der Pfützen und des lehmigen Bodens empfehlenswert. Trotz Warnung des Rottenführers Mark Kellerhals brachen 350 Röschenzerinnen und Röschenzer frohgemut auf und verschwanden in der «Gasse» Richtung Bromberg. Kellerhals und seine Kollegen schlugen ein beachtliches Tempo an und waren bald in der Schachlete verschwunden. Wie eine Handorgel zog sich das Feld in die Länge, unterwegs wurde geschwatzt, diskutiert und erzählt.

Bäume und Sträucher erwarteten die Wanderfreudigen in zartem Grün und bewahrten sie vor der heissen Mittagssonne. Überall wuchs Bärlauch und wer versehentlich ins Kraut trat, hinterliess eine verdächtige Duftwolke. Auf den Matten blühte das Wiesenschaumkraut, in Mundart auch Hexenspucke oder Bettseicheler genannt.

Entlang der Dittinger Grenze marschierte das Röschenzer Völklein voller Elan Richtung Hinter Forst. Aber oha, der Weg wurde immer steiler, die Puste immer knapper und die ersten Schweisstropfen kullerten über die Stirn. Innert 800 Meter mussten 160 Meter Höhe überwunden werden, was nur die gut Trainierten locker wegsteckten. Entlang mächtiger Felsen zog sich der Weg Richtung Sänteberg, wo endlich der Zimmermannsplatz mit ersehnter Tranksame in Sicht war. Das Bier, ausgeschenkt von den Stadtbachratten, schmeckte ausgezeichnet und mit den Pommes Chips konnte der Salzverlust wieder wettgemacht werden. Es roch nach frisch gemähtem Gras und in der Ferne bot sich eine fantastische Aussicht auf Stierenberg und Passwang. Noch eine Viertelstunde und nach einem gelben Rapsfeld war der Hof Cholholz endlich Tatsache. Chlöpfer mit frischem Brot wurden gratis abgegeben, dazu ein beliebiges Getränk. Bis in die späten Abendstunden wurde dieser eindrückliche Banntag unter Alteingesessenen und Neuzuzügern ausgiebig gefeiert.

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