Kameradschaftliches Stelldichein der Chöre

In der Kirche Wahlen lieferten sich die Chöre aus dem Thierstein, Laufental und Dorneck einen friedlichen Wettstreit. Mit gestrengen Massstäben bewerteten zwei Juroren die beachtlichen Darbietungen.

Zur Feierstunde: Männerchor Himmelried.

Zur Feierstunde: Männerchor Himmelried.

Dancing Queen: Frauenchor Vocabella Himmelried. Fotos: Jürg Jeanloz

Dancing Queen: Frauenchor Vocabella Himmelried. Fotos: Jürg Jeanloz

Als hätten sie die Sängerschaft sehnlichst erwartet, jubilierten die Vögel an diesem Maimorgen in den Bäumen und spornten die wackeren Männer und Frauen an, es ihnen in der Kirche gleichzutun. Und wirklich, die Chöre sangen sich in frühlingshafte Leidenschaft und wurden mit kräftigem Applaus belohnt. Mit dem Gassenhauer «Dancing Queen» der Abba fuhr der Frauenchor Vocabella Himmelried sehr lüpfig ein und verbreitete mit seiner peppigen Version eine lockere Stimmung. Einen Tick ruhiger nahm es der Männerchor Büsserach, der mit dem Lied «Lebe dein Leben» für das Glücklichsein lachen und singen empfahl. Aus der «Zauberflöte» von W. A. Mozart liess der Gemischte Chor Röschenz den Papageno mit einem gepflegten Auftritt aufleben und schob kontrastreich einen Heuler von Michael Jackson nach.

Die vielen Gäste genossen die abwechslungsreiche Gesangskost und die herrliche Akustik der Kirche. Der Männerchor Wahlen sorgte für eine reibungslose Organisation und in der Pause wurde in der Mehrzweckhalle Kaffe und Kuchen gereicht. «Alles im grünen Bereich», meldete OK-Präsident Anton Halbeisen. Er sorgte am Nachmittag für eine stimmige Veteranenehrung und einen bunten Aufmarsch der Fähnriche. Schade, dass unter den Sängerinnen und Sängern nicht häufiger junge Gesichter auszumachen sind.

«Hello, Mary-Lou» von Ricky Nelson tönte keck aus dem Altarraum und liess das Publikum sofort von alten Zeiten schwärmen. Die junge Dirigentin Claudia Avila unterstützte die neun Herren aus Witterswil mit ihrer frischen und fröhlichen Art. Einen unvergleichlichen Höhepunkt setzten die vierundzwanzig Sänger aus Meltingen, die den «Einzugsmarsch» von Johann Straus (Sohn) vortrugen. Der Walzerkönig hätte seine wahre Freude daran gehabt, hätte er den Chorklang und die musikalische Einheit gehört. Mit einem kräftigen «Hurra» beendete der Meltinger Männerchor diesen Marsch aus der Operette «Der Zigeunerbaron». Passend zum Titel «Zur Feierstunde» liess der Männerchor Himmelried Joseph Haydn aufleben und die Herren aus Dittingen ihrerseits wagten sich an den Schlager «Tausendmal berührt, tausendmal ist nix passiert» von Klaus Lage. Gepflegt kam dieser Seelenheuler daher, die Worte waren klar verständlich und die Freundschaftsliebe herrlich interpretiert. «Lueget vo Bärgä und Tal» durfte ein Revival erleben und wurde von der Chorgemeinschaft Gempen-Hochwald mit gediegener Klavierbegleitung inniglich kundgetan.

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