Junge Talente geben sich fantastisch, bodenständig und unschuldig

Einmal jährlich kommen in der Galerie des Kulturzentrums Alts Schlacht­huus die jungen Künstlerinnen und Künstler zum Zug. Diesen Herbst sind dies Deborah Jeger aus Zullwil und Daria Jermann und Ivo Bossart aus Laufen.

Entführen das Publikum auf ganz eigene Weise in ihre Kunstwelt: (v.l.) Deborah Jeger aus Zullwil und Ivo Bossart und Daria Jermann aus Laufen. Foto: Martin Staub

Unterschiedlicher könnten die Werke der drei jungen Künstlerinnen und Künstler, die im Moment in der Galerie des Kulturzentrums Alts Schlachthuus ausstellen, wohl kaum sein. Davon konnten sich die vielen Besucherinnen und Besucher der Vernissage vom vergangenen Freitag selbst überzeugen. Da sind zum einen die fantasiegeladenen Bilder von Deborah Jeger. Die junge Frau, die sich aktuell zur Lehrperson für die Vorschul- und Primarstufe ausbilden lässt, lebt in ihrer eigenen Fantasiewelt namens «Elondria». «So entstanden viele Werke, die den Betrachtenden in meine magische Welt entführen», sagt die Zullwilerin zu ihren Ausstellungsstücken. Mystische Gestalten wie Drachen und einzigartige Charaktere erwachen auf ihren Bildern zum Leben. In dieser Ausstellung dominieren die Farben Orange und Rot. In ihnen lernen die Besucherinnen und Besucher nur einen Teil Elondrias kennen: das Vulkangebirge. «Da gibt es noch weitere Teile Elondrias, die aber nicht Teil dieser Ausstellung sind.»

Weiter ist da die Laufnerin Daria Jermann. Sie bleibt mit ihren Motiven auf der bodenständigen Seite: Insbesondere Kühe, aber auch Schweine oder andere Nutztiere haben es der ausgebildeten Restauratorin auf ihren Ölbildern angetan. «Wir sehen diese Tiere häufig im Alltag, aber wie genau schauen wir sie an? Ich möchte das Wesen dieser Tiere einfangen.» Die durchgehend in erdigen Farben gehaltenen Bilder vermitteln Heimatgefühle und Verbundenheit zu diesen Tieren, die uns fast täglich auf irgendeine Art und Weise begegnen.

Ivo Bossart studiert in Luzern Kunst und Vermittlung. Er sagt von seinen Bildern: «Mein Fokus liegt auf der Suche nach der kindlichen Unschuld, Schicksal, Wahrheit und dem Unterbewussten im Farbauftrag auf Leinwand. Die Materialien und Medien dienen dem Spielen und Experimentieren.» Seine Bilder, grösstenteils abstrakt, sind mal fröhlich, mal düster und immer eine Detailbetrachtung wert.

Die Vernissage am letzten Freitag wurde mit Beiträgen von Schülerinnen und Schülern der Regionalen Musikschule Laufental-Thierstein an der Harfe und dem Piano vortrefflich ergänzt — auch hier brillierten die jungen Talente.

Junge Künstlerinnen in der Galerie des Kulturzentrums Alts Schlachthuus in Laufen: Öffnungszeiten Galerie: Freitag, 17–21 Uhr; Sonntag, 11–16 Uhr; Finissage: 8. Dezember, 11–16 Uhr.

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