Jubiläum mit Singen gewürdigt

Dankbarkeit und Anerkennung für das Projekt Laufechuchi wurden in Form eines offenen Singens in der reformierten Kirche von der Pfarrerin, der Vikarin, dem Kirchenchor, der Klavierspielerin und den Gästen ausgedrückt.

<em>Offenes Singen mit Herz: </em>Seelsorgerinnen, Kirchenchor und Team Laufechuchi. <em>Foto: Jürg jeanloz</em>
<em>Offenes Singen mit Herz: </em>Seelsorgerinnen, Kirchenchor und Team Laufechuchi. <em>Foto: Jürg jeanloz</em>

Feierlicher hätte dieser Sonntagmorgen nicht beginnen können. Ein Mädchen zündete die vier Kerzen des Adventskranzes an, während die Gäste in den Bänken das Lied «Wir sagen euch an den lieben Advent» anstimmten. «Machet die Tore weit» liess der Kirchenchor folgen, was ausgezeichnet zum 5-jährigen Jubiläum der Laufechuchi passte, die jeden Montag mittellosen oder einsamen Menschen ein Abendessen anbietet. «Liebe Prisca, wie bist Du damals auf die Idee der Laufechuchi gekommen?» fragte Pfarrerin Regine Kokontis. Sie sei schon lange mit dieser Idee unterwegs gewesen, antwortete Prisca Jeanloz. Einerseits würden viele Lebensmittel weggeworfen, andererseits begegne sie Menschen, die Hunger haben, in ärmlichen Verhältnissen leben oder auch nur ein gutes Wort benötigen. Sie habe bei den Betroffenen herumgefragt, ob sie das Angebot annehmen würden. Dank der Spontanität der reformierten Kirche, ihren Saal mit Küche gratis zur Verfügung zu stellen, habe sie vor fünf Jahren mit freiwilligen Helferinnen und Helfern begonnen. Migros Laufen und Marti Delikatessen Breitenbach stiften jeden Montag Lebensmittel, die sogar reichen, um die Gäste zu beschenken.

Zwischen den Dialogen sangen der Kirchenchor und die Gäste mit Klavierbegleitung «Das isch de Stärn» und «Kommet ihr Hirten». Feierliche Stimmung wurde in die Kirche gezaubert und erinnerte daran, dass viele Menschen auf der Schattenseite unserer Gesellschaft leben.

«Du erzählst mir immer wieder von wunderbaren Begebenheiten», spann Kokontis den Faden weiter. «Ja, ich begegne Menschen im Postauto, die mir ein Nötli zustecken oder ich erhalte Eier, Gemüse, gebackene Kuchen oder sogar Weihnachtsgestecke», erwiderte die Initiantin. Sie bekomme auch Kleider, die sie den Menschen mitgeben könne. Wir sind heute eine grosse Familie, die gemeinsam Suppe, Salat, Hauptgang und Dessert einnimmt und sich rege austauscht. Ziel sei es, dass sich derjenige, der geben darf mit demjenigen, der nehmen darf, auf Augenhöhe begegnet.

Nach besinnlichen Worten über die Geschichte Jesus sang der Kirchenchor das wunderschöne Lied «Cantique de Noël». Tatjana Fuog begleitete am Klavier und dirigierte souverän den Chor, was die Gäste mit spontanem Beifall zum Ausdruck brachten. Pfarrerin Kokontis forderte alle vom Laufechuchi-Team auf, nach vorne zu kommen. Auf der Kochschürze für Prisca klebten Zettel von begeisterten Gästen: «Laufechuchi ist für mich das Highlight jeder Woche», «….das Heimgefühl für Gespräche und Verständnis» und «….gelebtes Engagement und fröhliches Zusammensein». Mit «O du fröhliche» klang der besinnliche und kurzweilige Sonntagmorgen würdig aus.

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