Intakte Wirtschaft, aber frankengefährdet

An einer Podiumsveranstaltung der Metropolitanregion Basel diskutierten Wirtschaftsführer und Politiker über die Zukunft des Laufentals und des Schwarzbubenlands.

Hören gespannt dem Referat von Christoph Koellreuter zu:  Gerry Thönen, Geschäftsführer Regio Fricktal, Franz Saladin, Direktor Handelskammer beider Basel, Brigitte Bos, Stadtpräsidentin Laufen, und Evelyn Borer, Solothurner Kantonsrätin.   Fot
Hören gespannt dem Referat von Christoph Koellreuter zu: Gerry Thönen, Geschäftsführer Regio Fricktal, Franz Saladin, Direktor Handelskammer beider Basel, Brigitte Bos, Stadtpräsidentin Laufen, und Evelyn Borer, Solothurner Kantonsrätin. Foto: Jürg Jeanloz

Wäre da nicht der starke Franken, das Laufental und das Schwarzbubenland wären wirtschaftlich gut aufgestellt. Dank der Pharma- und Chemieindustrie erhalten die Gewerbebetriebe im Tal immer wieder gute Aufträge, der Export wird nun aber zusehends härter. Seien sie offen gegenüber dem Wandel, ermunterte Dr. Franz Saladin am Diskussionsabend der Region Basel die Zuhörerschaft. Offen gegenüber den Menschen, die dank der Personenfreizügigkeit hier Arbeit finden, aber auch offen gegenüber der Technologie und neuen Ideen. Ebenso eindringlich forderte er, zum Werkplatz Schweiz Sorge zu tragen. «Wenn wir die Produktion ins Ausland verlagern, wird sich auch die Entwicklung und Forschung schnell verabschieden.»
Moderatorin Gelgia Herzog fragte die Laufner Stadtpräsidentin Brigitte Bos ganz provokativ, ob das Laufental das Schlafzimmer der Region sei. «Nein, auf keinen Fall», antwortete Bos. Laufen hätte an einer Konferenz von achtzig Einwohnern klar erkannt, dass es zur Prosperität der Stadt auch Industrie- und Gewerbebetriebe brauche. Dafür seien günstiges Land und moderate Steuern eine wichtige Voraussetzung. Selbstverständlich wolle Laufen aber auch Wohnraum zur Verfügung stellen, denn die Anbindung an den öffentlichen Verkehr und der Naherholungsraum bieten günstige Voraussetzungen für Zuzüger. Gelgia Herzog wollte von den Diskutierenden wissen, ob die Zuzüger sich überhaupt in den Dörfern integrieren könnten. Franz Saladin machte klar, dass sich die Zuzüger selbst darum bemühen müssten. Dafür seien Vereine und öffentliche Anlässe ein gutes Mittel, um mit der einheimischen Bevölkerung in Kontakt zu kommen.

Mehr darüber im aktuellen Wochenblatt (vom 15. September 2011)

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