Ideen für das Areal Lochbrugg

Ein Vortrag, der die Umnutzung des ehemaligen Feninger-Spitals zum Thema hatte, stiess auf grosses Interesse.

Trafen sich am Vortrag von vergangenem Samstag: (v. l.) Regierungsrat Thomi Jourdan, Remo Oser, Präsident des Vereins Bezirksrat Gesundheit, und die Architekten Samuel Meury und Elias Aebi. Fotos: Simon Jermann

Trafen sich am Vortrag von vergangenem Samstag: (v. l.) Regierungsrat Thomi Jourdan, Remo Oser, Präsident des Vereins Bezirksrat Gesundheit, und die Architekten Samuel Meury und Elias Aebi. Fotos: Simon Jermann

Das Projekt: In einer Genossenschaft organisiert, schwebt den beiden Architekten eine vielseitige Nutzung des Locbruggareals vor. Fotos: Simon Jermann

Das Projekt: In einer Genossenschaft organisiert, schwebt den beiden Architekten eine vielseitige Nutzung des Locbruggareals vor. Fotos: Simon Jermann

Das Erstaunen war gross, als nach der kurzen GV des Vereins Bezirksrat Gesundheit (VBG) am Samstagnachmittag die Türe zum Innenhof des Schlachthauses in Laufen aufgestossen wurde: Zahlreiche Interessierte waren gekommen und mehr Stühle mussten her, um dem auf über hundert Personen angewachsenen Publikum einen Sitzplatz zu bieten.

Mit jugendlichem Elan und Unbeschwertheit präsentierten darauf Samuel Meury und Elias Aebi abwechselnd ihr Projekt «Zuekunft baue stellt uf», das Thema der Diplomarbeit des jungen Architekten Samuel Meury an der ETH Zürich. Sie betonten gleich zu Beginn, unabhängig zu sein. Es gehe darum, einen Abriss zu verhindern und den Erhalt des Bestandes und eine sinnvolle Weiternutzung zu sichern. Entsprechend befinde sich eine Genossenschaft «Meiersacker» in Gründung, die weitere Mitglieder sucht, erklärten Meury und Aebi. Die Genossenschaft könnte vom heutigen Eigentümer, dem Kanton Baselland, das Areal im Baurecht übernehmen und weiterentwickeln. Eine Umzonung wäre jedoch erforderlich. Das Projekt sei schon weit gereift und konkret. Während der Planungszeit könnte das Gebäude für eine stattliche Miete zwanzig Monate lang an das Altersheim Wollmatt aus Dornach vermietet werden.

Vielseitige Nutzung

Samuel Meury und Elias Aebi schwebt eine kostengünstige Nutzung vor — Genossenschaften sind in der Regel nicht gewinnorientiert. Profitieren sollen sowohl Privatpersonen als auch die Öffentlichkeit. Dem Vorhaben komme zum einen die erhöhte, aussichtsreiche und ruhige Lage, aber auch die verkehrstechnisch relativ gute Erschliessung entgegen, erklärten sie. Schulen, Sportstätten, Stedtli, Einkauf und ÖV seien in wenigen Minuten zu Fuss erreichbar. Auch die Verlagerung des Verkehrs auf die andere Birsseite aufgrund der Verschiebung der Naubrücke und das damit neu entstehende Naherholungsgebiet würden Vorteile bringen. Zum anderen würden die gute Bausubstanz, die Skelett-Konstruktion und der Stahlbeton des Altbaus ein einfaches und flexibles Wändeverschieben ermöglichen. Ein Vorbau auf der Südseite könnte zusätzlichen Wohnraum und bessere Zugänge schaffen. Wohnungen für Familien, kleinere Haushalte und Alterswohnungen mit oder ohne Betreuungsleistungen könnten entstehen. Ergänzt werden soll der Umbau mit neuen Reiheneinfamilienhäusern an der Lochbruggstrasse. Weiter schweben Meury und Aebi Raum für Schule, Kindergarten oder eine Kita, ein Spiel- und ein Sportplatz und eine gewerbliche Nutzung mit Werkstätten, Büros und Ateliers vor. Ein neuer, spektakulärer Dachaufbau des Hauptgebäudes mit Garten und ein Café sind ebenfalls Bestandteil des vorgestellten Projekts. Auch die ehemalige Kapelle, als einziger Teil denkmalgeschützt, könnte genutzt werden: für Ausstellungen und als Lagerraum für das Museum Laufental.

Die Präsentation besucht hatte auch Thomi Jourdan, Regierungsrat und Vorsteher der Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion Baselland. Er war aus Liestal angereist, meldete sich allerdings nicht zu Wort.

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