Höllenfeuer im Gymi

Bevor die Maturantinnen und Maturanten ihre Maturaprüfungen ablegen, feierten sie am letzten Donnerstag mit dem Maturandenstreich das Ende ihrer Schulzeit.

Spass muss sein: Luana Saner verwandelte zusammen mit ihren Mitschülern den Aufenthaltsbereich der Schule in eine Höllenpforte.   Foto: Bea Asper
Spass muss sein: Luana Saner verwandelte zusammen mit ihren Mitschülern den Aufenthaltsbereich der Schule in eine Höllenpforte. Foto: Bea Asper

Freitagmorgen, Rauch, Feuer vor dem Gymnasium Laufental-Thierstein, kriegsbemalte Gestalten – die meisten gekleidet ganz in schwarz. Die einen halten eine Trommel in der Hand und künden nichts Gutes an. Die Mayas sagten für das Jahr 2012 den Weltuntergang voraus, die Maturanden des Gymnasium Laufental-Thierstein nehmen das Thema auf und verwandeln den Aufenthaltsbereich der Schule in eine Höllenpforte.

Stunden haben sie aufgewendet am Donnerstagabend für die Dekoration, dabei sind sie eigentlich im Stresszustand, sie stehen vor den Maturaprüfungen. Trotzdem: Spass muss sein. Die Maturanden und Maturandinnen verkleiden sich als Maya und bemalen ihre Mitschüler und die Lehrer. In der Mitte des Tempels erhebt sich der Mayakönig und fordert zum Kämpfen auf. Es beginnt der Wettkampf, Lehrer und Schüler messen sich in verschiedenen Spieldisziplinen, «meistens gewinnen die Schüler», kommentiert Maturandin Luana Saner. «Wie viele Türen hat das Gymnasium?» Auf dem Programm stehen Wissensspiele, aber auch Geschicklichkeit ist gefragt, Lehrer oder Schüler Huckepack nehmen und einen Parcours absolvieren. Für Lacher und Unterhaltung ist gesorgt – und der Schulstress für einen Moment lang vergessen.

«Es ist unser Lölitag», erklärt Luana Saner. Gefeiert werde das Ende der Schulzeit mit einem Maturandenstreich, «bei dem alles im grünen Bereich bleibt, es kommt niemand zu Schaden, alle Feierlichkeiten verlaufen friedlich», betont Saner.

Nach den Spielen werden die Verlierer von den Mayas den Göttern geopfert. Mit einem Paukenschlag geht es über zum Hauptspiel: Die Maturanden fordern die Lehrer heraus in den Disziplinen Fussball und Volleyball. Ein letzter Genuss, Tage später holt sie der Alltag ein. Die roten Tücher als Dekoration sind von der Decke heruntergeholt und aus dem inszenierten Maya-Tempel ist wieder ein schlichtes Schulhaus geworden. Kein Weltuntergang, dennoch das Höllenfeuer ist noch nicht ganz erloschen. Die Maturanden werden in den nächsten Wochen in den Schulzimmern mündlich und schriftlich getestet werden.

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