Herbstliche Melancholie zu Ostern

Nach längerer Pause meldet sich die Laufentaler Band Last Leaf Down mit einem neuen Album zurück und präsentierte dieses am «Osterrock» in der Biomill Laufen.

Soundcheck: «Last Leaf Down» spielten sich für den späteren Auftritt ein. Foto: Katja Schmidlin

Bereits am 11. April stellte die Band Last Leaf Down das neue Album «Weight of Silence» an der Plattentaufe vor. Am vergangenen Gründonnerstag folgte in der Biomill das Konzert zur Plattentaufe. Die beiden Single-Auskopplungen «Silence» und «Reach the Sun» aus diesem Album wurden vorweg im Dezember 2024 und Februar 2025 veröffentlicht.

Mit drei Gitarren, einem Bass und einem Schlagzeug siedelt sich die Band musikalisch in der Bandbreite des «Shoegaze-Rock» an. Dieser Musikstil kam in den 1990er-Jahren auf und gilt als ­Vorläufer der späteren Britpop- und ­Post-Rock-Welle. Die Musik zeichnet sich durch mehrstimmigen Gitarrensound aus, der sich — meist elektronisch verzerrt — sphärisch durch düster-melancholische Klangwelten bewegt. «Musik für den Herbst», könnte man etwas salopp formulieren. Entsprechend begnügt sich die Band nicht mit dem Namen «Leaf Down», sondern verdoppelt die Melancholie mit einem «Last» vorne dran. Zum Namen verwendet sie den Zusatz «Shoegaze from the Woods» und markiert ­diesen Subtitel stilgerecht mit dem Auftritt im Wollpullover in herbstlichen Farbtönen.

«Wir sind fast drei Jahre lang nicht mehr aufgetreten und können heute Abend endlich unsere Musik live präsentieren, die wir in dieser Zeit geschrieben haben», freute sich Benjamin Schenk, Sänger, ­Gitarrist und Hauptsongschreiber der Band. «Die neuen Songs sind eingängiger und greifbarer geworden, weniger sphärisch als die früheren Songs. Mit einer Ausnahme wurden alle Lieder dieses Albums von mir geschrieben und produziert», führte Schenk aus. Nur das Mastering übernehme jeweils ein externes Studio. Das Songwriting mache er allein, meinte Schenk. Für zwei Drittel der Songs habe Sascha Jeger die Texte geschrieben. Das neue Album kann in Form einer CD gehört oder über die gängigen Kanäle wie Youtube oder Spotify gestreamt werden. Die Band schaffte es, beim deutschen Label «Lifeforce Records» mit Sitz in Leipzig unter Vertrag zu kommen, und arbeitet somit mit einem der bekanntesten Independent-Labels der Metal- und Metalcore-Szene zusammen. Ein beachtlicher Erfolg für die Band.

Beim Soundcheck am Nachmittag dieses kühl-regnerischen Gründonnerstags bereitete die Bühnentechnik jedoch diverse Probleme. Auch spätabends während des Auftritts blieb sie suboptimal. Dennoch bekam die Band die verdiente Wertschätzung durch ein zahlreich erschienenes, teilweise internationales Publikum, das seine Begeisterung live zum Ausdruck brachte. «Wir planen noch eine weitere Single, die in etwa zwei ­Monaten erscheinen soll», verspricht Benjamin Schenk. Darauf darf man sich bereits jetzt freuen.

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