Harter Weg zum Profispieler

Die Novizen Elite Genf-Servette erreichten im Play-off-Final Silber. Zu den Spielern der erfolgreichen Mannschaft gehört Florian Schmidlin aus Wahlen.

Stürmer: Florian Schmidlin ist Eishockeyspieler bei Genf-Servette.  Foto: Gaby Walther
Stürmer: Florian Schmidlin ist Eishockeyspieler bei Genf-Servette. Foto: Gaby Walther

«Wir gratulieren euch zum Vize-Schweizer-Meister-Titel». Gross flattert das gemalte Transparent am Haus der Familie Schmidlin in Wahlen. Die Eltern und der Bruder Tobias sind mächtig stolz auf Florian, denn dieser ist Stürmer bei der Novizen Elite des HC Genf-Servette. Die Mannschaft spielte am Samstag, dem 23. März im Play-off-Final gegen den ZSC Lions und holte sich Silber. Es war das erste Mal, dass eine Mannschaft der Novizen Elite der Suisse Romandie den Sprung ins Finale schaffte.

Seine Hockeylaufbahn begann Florian Schmidlin mit sieben Jahren in der Hockeyschule in Laufen. Da er seinen Altersgenossen körperlich überlegen war, spielte er schon bald bei den Piccolos und half bei den Moskitos und Minis aus. Im Alter von zehn Jahren bekam er zusammen mit drei weiteren Spielern aus Laufen die Chance, nach Basel zu wechseln. Um das intensive Training mit der Schule zu kombinieren, besuchte er die Sportschule in Basel. Bei einem Spiel in Genf – die Basler waren in die Westschweizergruppe eingeteilt worden – fiel er Chris McSorley auf. Der Trainer der ersten Mannschaft des HC Genf-Servette bat Florians Eltern, sich bei ihm zu melden. So kam es, dass Florian Schmidlin im August vor zwei Jahren nach Genf zog und einen Dreijahresvertrag mit dem Club unterschrieb.

«Das grösste Problem war für mich das Französisch. Niemand sprach deutsch, weder meine Gastfamilie, noch jemand in der Schule oder in der Mannschaft», erzählt der 16-Jährige. Er besuchte in Genf die neunte Klasse – eine Sportschule gab es nicht – und hat nun im letzten Sommer eine Lehre als Landschaftsgärtner begonnen.
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