Gute Aussichten für die Wirtschaft

Gewerbe und Industrie feierten am Freitag ihren neu lancierten Neujahrsempfang. Zwei Mitglieder der Kantonsregierungen Baselland und Solothurn und weitere Amtsträger der Politik verliehen dem Anlass in Laufen Gewicht.

Kompetent besetztes Podium: (v.l.) Andreas Hänggi, CEO Apaco, Brigit Wyss, Regierungsrätin Kanton Solothurn, Moderator Isidor Huber, Thomas Weber, Regierungsrat Basel-Landschaft, und Patrik Doppler, Mitinhaber Doppler+Saner. Foto: Martin Staub
Kompetent besetztes Podium: (v.l.) Andreas Hänggi, CEO Apaco, Brigit Wyss, Regierungsrätin Kanton Solothurn, Moderator Isidor Huber, Thomas Weber, Regierungsrat Basel-Landschaft, und Patrik Doppler, Mitinhaber Doppler+Saner. Foto: Martin Staub

Das hätten die Initianten nicht erwartet. Der Gewerbeverein KMU Laufental, das Forum Schwarzbubenland, Promotion Laufental und der Business Park Laufental & Thierstein organisierten mit Unterstützung des Industrieverbands Laufental-Thierstein-Dorneck-Birseck ihren ersten Neujahrsempfang, der als Nachfolgeanlass des legendären Bieli-Apéros ins Leben gerufen wurde. «Rund 250 Personen sind unserer Einladung hier ins Schulhaus Serafin in Laufen gefolgt», begrüsste Moderator Marc Scherrer, Landrat und Präsident Gewerbeverein KMU Laufental, die Gäste.

Scherrer gab anschliessend auch Urs Bieli das Wort, um sich bei seinen «alten» Gästen zu bedanken und offiziell auf den neuen Neujahrsempfang, der weitergeführt werden soll, überzuleiten.

Ab da ging es um die Wirtschaft in der Region. Je zehn Minuten gewährte man den beiden Wirtschaftsförderern aus Solothurn und Baselland, um Einblick in die wirtschaftliche Situation in unserer Region zu geben. Sarah Koch, Leiterin Wirtschaftsförderung Kanton Solothurn, machte den Anfang, während Thomas Kübler, Leiter Standortförderung Kanton Basel-Landschaft, wortreich und – wie Koch – mit zahlreichen Folien nachzog. Im Wesentlichen kamen beide auf den gleichen Konsens: «Die Wohn- und Wirtschaftsregion Schwarzbubenland und Laufental profitiert unter anderem von attraktivem Wohnraum, der Nähe zu Basel, hervorragenden Ausbildungsstandorten wie der Uni Basel oder der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW)», fasste Sarah Koch zusammen. Thomas Kübler bestätigte dies mit dem Zusatz: «Die Zeichen für ein ‹wirtschaftlich ordentliches 2018› stehen gut.» Beide Referenten betonten aber auch, dass Stillsitzen auf keinen Fall angesagt sei. Langfristiges Planen, Marktlücken nutzen, Chancen wahrnehmen sei unbedingt notwendig.

«Fokussieren Sie sich beispielsweise auf das Segment ‹Golden Ager›, also die 45- bis 60-Jährigen, die bereits heute einen Grossteil unserer Bevölkerung ausmachen», riet Koch. Auch die Bereiche Technologie, Life Sciences sowie Gesundheit und Pflege priesen die beiden als Chance an.

«Region hat Zukunft»

Beim anschliessenden Podium unter der Moderation von Isidor Huber, Rektor Regionales Gymnasium Laufental-Thierstein, nahmen Brigit Wyss, Volkswirtschaftsdirektorin Kanton Solothurn, und Thomas Weber, Vorsteher Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion, teil. Die Region Laufental-Schwarzbubenland vertraten Patrik Doppler, Mitinhaber eines Innenarchitektur-Büros, und Andreas Hänggi, Direktor Apaco AG, Grellingen.

Weber unterstrich die wirtschaftlich gut aufgestellte Region und ermutigte die Anwesenden, die Gegend mit attraktivem Wohnraum und grossem Poten-zial für das Gewerbe noch vermehrt zu vermarkten. Auch prognostizierte er für das Laufental eine Aufwertung als Brücke zwischen Basel und der boomenden Romandie. «Apprenez le français», warb der Regierungsrat, der damit gleich einen Werbespot von Moderator Huber auslöste, welcher die bilinguale Matur ‹seines› Gymnasiums in Erinnerung rief. Brigit Wyss fokussierte sich in ihren Aussagen mehrheitlich auf die Vielschichtigkeit der Voraussetzungen, die für eine erfolgreiche Wirtschaftsregion nötig sind. «Man muss immer wach sein und sich eröffnende Chancen umgehend nutzen.» Dabei sei die Standortpflege zentral. «Soll die Wirtschaft boomen, sind die Förderung und Pflege von Kultur, Landschaft und Sport ebenso wichtig», erklärte sie. Patrik Doppler als Vertreter des Laufentaler Gewerbes zeigte sich mit der Entwicklung der Region zufrieden: «Uns geht es gut, wir dürfen aber nie aufgeben, neue Gebiete und Nischen zu entdecken und zu nutzen», erklärte er. Dies unterstrich auch Andreas Hänggi, wies aber unter anderem auf die unerlässliche Suche und Rekrutierung von jungen Fachkräften hin, denen er übrigens durchgehend ein gutes Zeugnis ausstellte: «Mit diesen jungen Leuten werden wir eine gute Zukunft haben.»

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