Grosser Tag für die Smarties
Der Eltern-Kind-Verein Dittingen, «Smarties», war federführend beim Projekt «Andrew-Bond-Schulkonzert», welches am Freitag durchstartete – ein Höhepunkt für das ganze Dorf.

Die ‹Smarties› sind der grösste Verein Dittingens», erklärte Anita Jermann im Anschluss an das grossartige Konzert mit dem Kinderliedermacher Andrew Bond. Sie hat den Eltern-Kind-Verein vor rund vier Jahren mit andern Eltern zusammen ins Leben gerufen. «Mittlerweile sind wir über hundert Mitglieder», fügt die Kindergartenlehrerin an. Somit dürften nahezu alle Dittinger Eltern der 40 Schulkinder dem Verein angehören. Das Projekt, welches am vergangenen Freitag ganztägig über die Bühne ging und mit dem eigentlichen Schulkonzert seinen Höhepunkt fand, war der grösste Brocken, den die Smarties in ihrer noch jungen Vereinsgeschichte bewältigten. «Aber es hat sich gelohnt», sagte Cornelia Jermann, OK- und Smarties Co-Präsidentin, nach der Aufführung. Was die Lehrerinnen, welche mit ihren rund 40 Kindern schon seit Wochen am Proben der Bond-Lieder sind, bestätigten. «Die Smarties unterstützen uns tatsächlich enorm», so Unterstufenlehrerin Dominique Cueni. «Dabei ging am Anfang die Befürchtung um, die Smarties würden als Kontrollorgan für die Lehrpersonen fungieren, wie Anita Jermann, Ex-Präsidentin und selber Kindergärtnerin in Dittingen, schmunzelnd beifügte.
Die Smarties haben sich zu hundert Prozent das Organisieren von Freizeitaktivitäten für Kinder auf die Fahnen geschrieben. Dank ihnen profitieren die Dittinger Kinder unter anderem von Fussballturnieren, Filmvorführungen, Schnitzeljagden, Zeltnächten und schliesslich von einem Samichlausritual, welches in der Gegend seinesgleichen sucht: «Die Kinder, welche nicht vom Chlaus zuhause besucht werden, können diesem im Dittinger Wald inklusive Knecht Ruprecht und Esel live begegnen», schwärmte Kindergartenlehrerin Miriam Chevrolet.
Zurück zu Andrew Bond, denn dieser spielte an diesem Freitagabend eindeutig die Hauptrolle. Bereits morgens um 9 Uhr erreichte der Zürcher durch zahlreiche Staus die Laufentaler Gemeinde, von der er nach dieser Tortur schliesslich begeistert war. «Unter den Kindern hat es zwar auch ein paar ‹Schwierige›, aber schliesslich kamen wir miteinander ausgezeichnet zurecht», schmunzelte er. Und dass in Dittingen nicht nur die Kinder musikalisch auf der Höhe sind, erfreute Bond besonders, denn in seinen Konzerten singen alle mit. Das Dittinger Publikum in der zum Bersten vollen Mehrzweckhalle brauchte dazu nicht zweimal gebeten werden.


