Graffiti verschmelzen zu veränderlichen Farborgien

Raphaël Borer und Lukas Oberer eröffneten am vergangenen Freitag die Ausstellungssaison nach der Sommerpause im Kulturforum Laufen mit ihren «etwas anderen Arbeiten».

Die beiden Kunstschaffenden vor einem ihrer gemeinsamen Werke: Lukas Oberer (l.) und Raphaël Borer. Foto: Martin Staub
Die beiden Kunstschaffenden vor einem ihrer gemeinsamen Werke: Lukas Oberer (l.) und Raphaël Borer. Foto: Martin Staub

Die Passion zur Malerei entdeckten die beiden schon in jugendlichen Jahren als Graffiti-Künstler. Raphaël Borer (32) ist in Breitenbach aufgewachsen und lebt, wie Lukas Oberer (34), in Basel. Experimentierfreudig und immer wieder die Grenzen des künstlerisch Machbaren auslotend, wie sie beide sind, beschlossen sie irgendwann, als Künstlerduo weiterzugehen.

Bilder, wie sie in der Galerie Kulturforum alts Schlachthuus ausgestellt sind, kennt der Rest der Welt schon lange. Oberer und Borer waren mit ihren Werken schon am Blue Balls Festival in Luzern (2016) oder am Jazz Festival in Montreux (2015). Sie durften 2014 auch an der Regionalen15 (Basel, Dreiland) teilnehmen. Und jetzt hat Laufen die Ehre, die beiden jungen Künstler vor Ort zu bestaunen.

Lukas Oberer und Raphaël Borer sind ihrer Graffiti-Kunst treu geblieben, haben diese aber so verfeinert, dass vermutlich auch der vehementeste Gegner dieser Art an den Werken der beiden Künstler Gefallen fände. Borer und Oberer arbeiten mit der dritten Dimension. So präsentieren sich einige der rund zwanzig grossformatigen Werke veränderlich. Beim Vorbeigehen können viele Form- und Farbveränderungen festgestellt werden. Auf diese Weise kommunizieren die beiden Künstler miteinander und vereinigen zum Beispiel zwei Einzelwerke in ein gemein-sames Werk. «In diesem Sinn ist auch unsere Zusammenarbeit zu verstehen», erklärt Borer. «Wir verarbeiten beide persönliche Ideen und bringen diese zum Schluss auf einen gemeinsamen Nenner», präzisiert Oberer.

Die Ausstellung des Künstlerduos ist «mal was anderes», wie sich ein Besucher an der Vernissage ausdrückte. Diese zu beschreiben, ist schwierig. Es empfiehlt sich ein Besuch.

Weitere Artikel zu «Laufental», die sie interessieren könnten

Im Hintergrund geht es vorwärts: Das Bewilligungsverfahren für den geplanten Pavillon beim Kulturzentrum Alts Schlachthuus läuft. Im besten Fall soll im Sommer 2027 mit den Bauarbeiten begonnen werden. Bild: zVg
Laufental07.10.2026

Der Pavillonanbau ist nach Verzögerungen wieder auf Kurs

Seit dem Ja zur Verlegung der Naubrücke ist die entscheidende Hürde für den Bau des Pavillons beim Kulturzentrum Alts Schlachthuus beseitigt. Seither ist es…
Friseursalon auf dem Dachboden: Christopher Spain verpasst seinem Freund Benjamin Aemisegger einen neuen Haarschnitt. Foto: Mark Riklin
Laufental07.10.2026

Der Barber von Blauen

Lenz’ Frisur ist überfällig. Sie spriesst in alle Richtungen, dort, wo noch ein Restbestand an Haaren übrig ist. Im Laufental erhält er einen Insider-Tipp: In…
Hervorragende Qualität: Die Riesling-Sylvaner-Trauben versprechen einen guten Jahrgang. Foto: Simon Jermann
Laufental07.10.2026

Grosse Vorfreude auf den neuen Jahrgang

Der Rekordsommer 2026 mit Hitze, Trockenheit und einer ungewöhnlich frühen Reife beschert den Winzerinnen und Winzern im Laufental, Thierstein und…