Gestricktes, Gekochtes und viel Gemütlichkeit

Seit über 20 Jahren schon eröffnet der Weihnachtsmarkt auf dem Dorfplatz die Adventszeit in Grellingen. 23 Stände boten am letzten Wochenende allerlei weihnachtliches Selbstgemachtes zum Verkauf an.

Wärmend: Im Pfaditopf köchelt das Chili con Carne. Fotos: Katja Schmidlin

Wärmend: Im Pfaditopf köchelt das Chili con Carne. Fotos: Katja Schmidlin

Mobiliar für den Samichlaus: Markus Eschgfäller auf dem neuen Samichlausstuhl.

Mobiliar für den Samichlaus: Markus Eschgfäller auf dem neuen Samichlausstuhl.

Knöcherne Nackenstütze: Ramona Hunziker mit ihren genähten Leseknochen.

Knöcherne Nackenstütze: Ramona Hunziker mit ihren genähten Leseknochen.

Im Lichtermeer: Die Stände waren alle reich dekoriert.

Im Lichtermeer: Die Stände waren alle reich dekoriert.

«Dieses Jahr haben wir wieder mehr Stände als in den letzten Jahren», erzählte Markus Eschgfäller, Mitglied der Marktkommission des Grellinger Weihnachtsmarktes, während er die graue Mütze auf seinem Kopf zurechtrückte. «Mit 23 Ständen füllt sich der Dorfplatz, aber wir sind ein kleines Dorf, und es passt gut, wenn sich alle Stände auf einem Platz versammeln. Gemeinsam mit Patrizia Bösch organisiere ich den Weihnachtsmarkt seit ungefähr 18 Jahren», führte Eschgfäller weiter aus. Der Grellinger Weihnachtsmarkt findet jeweils am ersten Adventswochenende statt.

Auf dem Dorfplatz reihte sich Stand an Stand, es gab Kerzen, Adventskränze, Konfitüren, Likör, Filzfiguren, Seifen, Strickwaren, Engel und viel Deko-Klimbim, um nur ein paar Dinge des bunten Angebots zu nennen. Auf einem Holzfeuer köchelte im grossen Pfaditopf Chili con Carne und auf der gegenüberliegenden Marktseite bot die Bäckerei Pflugi leckere Backwaren an. «Gfrörlis» wärmten sich im Kaffeestübli auf und im Gebäude der Gemeindeverwaltung diente das Erdgeschoss als Raclettestübli. In der Platzmitte bildete eine geschmückte Tanne das Herzstück des Marktes. Auf einem Hocker vor dem Kaffeestübli sass der kleine Anatol, der gerade eine Pause vom Fangspiel mit anderen Kindern einschob. «Ich passe auf den Stand auf, aber im Moment sind nicht so viele Leute da», sagte er. «Wir verkaufen Rosenkerzen, selbst gemachte Weihnachtskugeln und Adventskränze für Haustüren, kleine Vögel aus Filz, Eiszapfenzwerge und Filzwichtel», zählte der aufgeweckte Junge fachmännisch auf. Der Stand gehöre Stefanie Martin. Die sei aber grad nicht da, erzählte er. Ein paar Stände weiter verkaufte Ramona Hunziker Strickwaren und Genähtes. Speziell in ihrem Angebot waren aus gemusterten Stoffen genähte und mit Watte gefüllte grosse «Knochen». Allerdings waren diese nicht für tierische Gebisse gedacht, sondern als stützende Nackenkissen beim Lesen oder Reisen, praktisch und bequem.

Bereits am Nachmittag schlenderten viele Besucherinnen und Besucher über den Markt. Gegen Abend kamen weitere Besucherinnen und Besucher hinzu und erfüllten den Dorfkern mit heiterer Geselligkeit.

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