Gemeinsames Essen verbindet

Im Saal des reformierten Kirchgemeindehauses wird jeden Montagabend ein feines Nachtessen mit Dessert serviert, das für Menschen bestimmt ist, die gerne in Gesellschaft essen oder sich dasselbe nicht leisten können.

Guten Appetit: Gäste und Köchinnen geniessen eine warme Suppe. Vorne die beiden Initiantinnen, Prisca Jeanloz (l.) und Regine Kokontis (r.).  Foto: Jürg Jeanloz
Guten Appetit: Gäste und Köchinnen geniessen eine warme Suppe. Vorne die beiden Initiantinnen, Prisca Jeanloz (l.) und Regine Kokontis (r.). Foto: Jürg Jeanloz

Spontan und unbürokratisch haben sich die reformierte Seelsorgerin Regine Kokontis und Prisca Jeanloz entschlossen, eine «Laufechuchi» ins Leben zu rufen. Jeden Montagabend wird eine frische Mahlzeit zubereitet, die allen Menschen angeboten wird. Die Laufechuchi ist politisch und konfessionell neutral und soll zur Solidarität im Laufental beitragen. Geschlecht, kulturelle Zugehörigkeit oder soziale Herkunft sollen kein Hindernis sein, den Abend miteinander zu verbringen. «Wir begegnen einander mit Offenheit und Wertschätzung», lautet das Motto der beiden Initiantinnen.

Laufechuchi bekannt machen

Ragout mit Kartoffelstock, Spaghetti bolognese oder Rollschinkli mit Kartoffelgratin haben die freiwilligen Helferinnen und Helfer bereits zubereitet und ein halbes Dutzend Gäste in Freuden versetzt. Die Getränke sind unentgeltlich. Jetzt gilt es, die Laufechuchi bekannt zu machen und die Menschen für diese Idee zu gewinnen. Im freundlichen Saal der reformierten Kirchgemeinde sind genügend Plätze vorhanden, um die Gäste zu bewirten.

Etwas Gutes tun

«Wenn das Baselbiet schon eigenständig bleiben soll, müssen wir gewisse soziale Angebote selbst in die Hand nehmen», meint dazu Prisca Jeanloz. Es gebe so viele einsame und finanziell schlecht gestellte Menschen, denen einmal pro Woche etwas Gutes angetan werden sollte. Selbstverständlich sind die Mahlzeiten gratis und eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Wer dennoch einen Obolus entrichten kann, darf dies gerne tun. Aus Rücksicht auf die Anwesenden wird kein Alkohol ausgeschenkt und Rauchen ist ebenfalls verboten.

Mithilfe willkommen

Alle Spenden werden vollumfänglich für die Speisen aufgewendet, das Lokal wird gratis zur Verfügung gestellt und die Köchinnen arbeiten unentgeltlich. Wer gerne einmal mitkochen und gleichzeitig mitessen möchte, ist herzlich dazu eingeladen. Das Küchenteam freut sich auch über einen selbst gebackenen Kuchen oder ein gespendetes Dessert. Allerdings sollten Naturalspenden mit den verantwortlichen Damen abgesprochen werden, damit der Einkauf optimal geplant werden kann.

 

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