Free Voices erwärmten die Herzen

Der Gospelchor Free Voices gab zum Jahresanfang mit seinen Gospels und Spirituals in Breitenbach und tags darauf in Röschenz alles. Das Publikum zeigte sich begeistert.

Stimmgewaltig: Moderatorin Elfi Löw und Chor.   Foto: Roland Bürki
Stimmgewaltig: Moderatorin Elfi Löw und Chor. Foto: Roland Bürki

Gospels und Spirituals kommen beim Publikum gut an. Die Botschaften aus neuem und altem Testament, angereichert mit Jazz- und Blueselementen scheinen die Menschen der heutigen coolen Welt richtiggehend zu erwärmen. Die katholische Kirche in Breitenbach war jedenfalls am ersten Samstagabend im neuen Jahr sehr gut besetzt, als der Gospelchor Free Voices gleich zu Beginn Licht in die dunklen Seiten des Lebens brachte. Die 16 Damen und drei Herren, Chorleiterin Ruth Peter-Tassera am Piano sowie die drei Musiker Ruth Schmidlin (Gitarre), Raymond Bohler (Schlagzeug) und Markus Cueni (Bass/Saxophon) ernteten mit dem Gospel «In the darkest Night» ersten warmen Applaus. «Lasst euch nicht abhalten, mitzuwippen, mit- zuklatschen oder mitzusingen», ermunterte Moderatorin Elfi Löw die Zuhörerreihen in ihrer Begrüssung. Das wunderschöne, neue Lied «Jesus is Lord» zeigte, dass Gospel eben nicht nur Sound, sondern auch die Lobpreisung Jesu ist.

«Bluesig», wie die Moderatorin ankündigte, wurde es mit «I can go to the Rock», wo richtig Bewegung im Chor rund um die Leadsängerin entstand. Beim a cappella gesungenen, altbekannten Spiritual «Joshua fit the Battle of Jericho» stürzen nicht nur die Mauern ein. Nein, auch die Hemmschwellen fielen, das Publikum klatschte mit oder stimmte gar in den Gesang ein. Die Chorleiterin setzte nicht nur den Chor souverän in Szene, nein sie begleitete ihn auch wirkungsvoll am Piano und holte auch gleich noch das Publikum ab. Sodass allmählich immer mehr «die Post abging», wie Elfi Löw angekündigt hatte. Etwa bei «New Day» und «He loves me», wo die Musiker für richtig Groove sorgten und schöne Männerstimmen überraschten. Die Stimmung stieg mit jedem Song, sogar erste Bravorufe waren zu hören, als Silvia Priolo und Ruth Zumthor im Duett Bette Midlers «The Rose» sangen. «Tönt fast wie in New Orleans», flüsterte ein Zuhörer, als die Moderatorin mit bluesiger, rauchiger Stimme zum Schluss mit «I wanna be ready» noch einen draufsetzte. Sie, der Chor und die Musiker durften sich über einen tosenden, lang anhaltenden Applaus freuen, den das Publikum für einen begeisternden eineinhalbstündigen Gospel- und Spiritualabend spendierte. Freuen wird sich auch die gemeinnützige Stiftung Wunderlampe, welcher der Reinerlös aus den vier Konzerten zufällt. Freude herrschen dürfte aber auch bei den Free Voices, wenn ihr Handzettel «Hey Mann» tatsächlich neue, sangesfreudige Männer in die Gesangsproben lockt. Diese finden jeweils am Dienstagabend im Pfarreiheim Breitenbach statt.

Der Chor ist nochmals zu hören:
Samstag, 19. Januar, 19.00 Uhr, ref. Kirche Birsfelden, Sonntag, 20. Januar, 17.00, ref. Kirche Laufen.

Weitere Artikel zu «Laufental», die sie interessieren könnten

Patrick Staub: «Die Weiden sind abgegrast, die Tiere müssen bereits aus dem Wintervorrat gefüttert werden.» Fotos: Bea Asper
Laufental15.07.2026

Zitterpartie in der Landwirtschaft

Der Mais prägt das Bild im Laufental und ist in der Landwirtschaft wichtiger Energielieferant. Sollte der Mais die Trockenheit nicht überleben, könnte dies…
In den Fussstapfen des Urgrossvaters: Iris Amacher setzt als Vergolderin eine Familientradition fort. Fotos: ROMANA VON TANA
Laufental15.07.2026

Der goldene Rahmen von Laufen

Mit der wachsenden Bekanntheit der Detektei häufen sich sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung. Eine davon führt Jonas Lenz in ein Laufner Rahmenatelier.…
Kümmert sich um den Planetenweg: Bruno Stähli beim Planeten Erde mit Mond. Fotos: Martin Staub
Laufental15.07.2026

Beliebter Planetenweg wird aufgefrischt

Der Planetenweg in Laufen erfreut sich grosser Beliebtheit. Dies beweisen die zahlreichen rund 200-seitigen Gästebücher, welche alle voll sind von Lob und…