Feurige Ansprache – grosses Feuerwerk
Laufen feierte den Nationalfeiertag am 31. Juli. Ein Fest auf dem Rathausplatz, ein Lampionumzug für Kinder und ein Riesenfeuerwerk für alle. Festredner war Regierungspräsident Isaac Reber.
Es ist immer so eine Sache mit den 1-August-Feiern. Die einen möchten dem blossen Festen frönen, andere durchaus auch eine vaterländische Botschaft eines möglichst prominenten Politikers mit nach Hause nehmen. Und da Ersteres meist auch mit einem gewissen Lärmpegel einhergeht, drohen die patriotischen Worte des Festredners im feierlichen Schallpegel zu ertrinken. Dessen bewusst sah Stadtpräsident Alex Imhof diesem Phänomen vor und kündigte Isaac Rebers Referat zum 723. Geburtstag der Schweiz mit der dringlichen Bitte an, dem Regierungspräsidenten doch diese paar Minuten zuzuhören.
Rebers Worte wurden erhört. Einerseits dank der Disziplin des zahlreich anwesenden Publikums, andererseits aber sicher auch dank der optimal ausgesteuerten Lautsprecheranlage, welche jede Silbe des neu angetretenen Regierungspräsidenten widergab. Von Zugehörigkeitsgefühl, von lebendigem Föderalismus in unserem Lande, von der Rückbesinnung auf die computerunabhängige Kommunikation und vielem mehr berichtete Isaac Reber. Nicht aber von Fusion. «Klar muss die Debatte über eine Fusion der beiden Basel geführt werden», hob er an, «ich selber sehe meine Rolle darin aber zurückhaltender.» Parteien und Komitees sollten diese Diskussion führen, vertrat er die Ansicht. «‹Mir wei luege›, reicht heute definitiv nicht mehr», erklärte er und bog in seiner Rede damit in die Kurve der derzeit allerorten schwieriger werdenden Finanzlage ein. «Meine Aufgabe ist es, zu schauen, dass die richtigen Themen zur richtigen Zeit auf die Agenda kommen und dass wir für die inhaltlichen Auseinandersetzungen einen guten Rahmen schaffen», so Reber.
Nach diesem eindrücklichen, gut verdaulichen Referat, welches über das Niveau üblicher Vaterlandsfloskeln zu solchen Anlässen hinausragte, war der Weg frei, für die anderen Bräuche und Rituale, welche eine Bundesfeier ausmachen.
Die beiden Stadtpolizisten, der altbekannte Max Wey und der neue Martin Christ, versorgten die Kinder kurz vor dem Eindunkeln mit Lampions, damit ein schöner Latärnliumzug durch die Hintere Gasse spaziere. Die Beizli im und ums Stedtli verzeichneten Hochbetrieb und pünktlich um 22.30 Uhr zündete das viertelstündige Feuerwerk – verantwortlich dafür war Daniel Scheidegger – und zauberte die imposantesten Feuerblüten und Silberregen an den Laufner Nachthimmel.
















