Feuerwerk mit Liebe und Leidenschaft

Rund um die Themen Liebe und Feuer servierte der Musikverein Wahlen ein gelungenes Programm vom Klassiker bis zum Rockheuler. Im amüsanten Theater kam zusätzlich die virtuelle Liebe ins Spiel.

Konzentrierte Bäserinnen: Musikverein Wahlen. Fotos: Jürg Jeanloz

Konzentrierte Bäserinnen: Musikverein Wahlen. Fotos: Jürg Jeanloz

Feuriger Casanova: Theater des Musikvereins Wahlen.

Feuriger Casanova: Theater des Musikvereins Wahlen.

Auftakt zum Konzert: Fanfare mit dem Cornet-Register.

Auftakt zum Konzert: Fanfare mit dem Cornet-Register.

Mit einem musikalischen Feuerwerk der Cornet-Bläser fuhr der Musikverein Wahlen mächtig ein. Kein Geringerer als Georg Friedrich Händel hatte die lüpfige Fanfare «La Réjouissance» komponiert und das Ensemble zu einem feurigen Auftakt inspiriert. Vielleicht war es doch Liebe, hatte damals John Denver gegrübelt, als er das feine Stück nach der Scheidung von seiner Frau geschrieben hatte. Vereinspräsident Peter Strohmeier und Christian Burri gaben auf ihren Euphonien der Liebesballade Sanftmut und Tiefgründigkeit. Feuer und Flamme lautete der flotte Marsch, der für Militärmusik geschrieben und vom Ensemble zackig interpretiert wurde.

«Lassen Sie sich von der Schanfigger Bauernhochzeit beeindrucken», meinten die beiden jugendlichen Moderatoren Joelle und Beat. Kein Zweifel, das war richtig nach dem Gusto der Gäste, die am Schluss laute Bravo-Rufe in den Saal pfefferten. Dirigent Manfred Cueni freute sich riesig über die Ovationen und strahlte übers ganze Gesicht. Er verstand es ausgezeichnet, seine Mannschaft mit ausdrucksvollen Gesten zu Höchstleistungen anzuspornen.

«Die Musik war meine erste Liebe und sie wird meine letzte sein», lautete die erste Zeile aus dem Weltklassiker «Music» von John Miles. Die Band begann sanft und getragen und steigerte sich in einen mitreissenden Part. Zum Schluss wurde ein weiterer Rockknüller serviert, mit dem Jerry Lee Lewis Geschichte schrieb. Der fetzige «Great Balls of Fire» war eine Wucht und wurde vom Publikum lange applaudiert. Noch einen Marsch gefällig? Was hätte besser zum Thema gepasst als «Feurig Blut», bei dem die Gäste richtig mitgehen konnten «Time to say Goodbye», raunte Manfred Cueni in den Saal und liess gleichzeitig das gleichnamige Stück spielen. Virtuelle Liebe wurde schliesslich im folgenden Theater von einem verklemmten Bildschirmcasanova zelebriert, der sich seiner Gefühle nicht genau bewusst war. Seine vorwitzige Schwester fädelte schliesslich doch noch zu einem realen Happy End mit viel Klamauk und Taktik ein.

 

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