Ferienpass in luftiger Höhe

Letzten Samstagmorgen durften Ferienpasskinder in der Kletterhalle in Laufen erste Kletter-Erfahrungen sammeln. Den Kurs führte die SAC Sektion Hohe Winde durch.

Kontrolle: Ivan und Pascal Saner kontrollieren die Knoten der Kinder akribisch. Foto:Melanie Brêchet
Kontrolle: Ivan und Pascal Saner kontrollieren die Knoten der Kinder akribisch. Foto:Melanie Brêchet

Klettergurt anziehen und einfach los klettern. So manches Kind hat sich die Angelegenheit wohl ungefähr so vorgestellt, als es sich für den Ferienpasskurs «Klettern in der Kletterhalle» anmeldete. Dass diese Sportart aber auch einiges an Theorie und Wissen erfordert, wurde den Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren schon bald klar. Die Brüder Ivan und Pascal Saner legten in ihren Ausführungen besonderen Wert auf das Thema Sicherheit. Denn schon bei den Kleinsten ist diese das A und O im Klettersport. Geklettert wird immer im Dreierteam. Ein Kind klettert, ein Zweites sichert das Seil mit Hilfe eines Karabinerhakens und das dritte Kind hält das Sicherungsseil noch zusätzlich fest. Es ist dabei wichtig, dass die Kinder im Team in der gleichen Gewichtsklasse sind, um ihre Teammitglieder auch richtig halten zu können. Klettern sei ein sehr sicherer Sport, wenn einige Regeln eingehalten würden, so Ivan Saner. Ein Kletterseil könne nämlich bis zu 2500 Kilogramm tragen, ein Karabinerhaken 2300 Kilogramm. Natürlich gäbe es auch in diesem Sport Verletzungen, diese resultierten aber meist aus Unaufmerksamkeiten oder Fehlern des Kletterers oder der Person, welche sichert. Angst brauche man nicht zu haben, nur konzentriert müsse man sein. Dann hiess es ab in die Klettergurte!

Der Sitz der Gurte wurde natürlich von den Kursleitern akribisch überprüft. Anschliessend stand ein weiterer Theorie-Teil auf dem Programm: Der richtige Knoten musste gelernt werden. Mit Hilfe von Übungsseilen lernten die Kinder den sogenannten Halbmastwurf, auch VP genannt. Aber auch danach ging es noch nicht direkt ans Klettern. Ein richtiges Aufwärmen in Form einer Stafette brachte die Kinder auf Betriebstemperatur. Und dann ging es endlich los. Behände kletterten bereits die Jüngsten die Wände hoch und zeigten dabei keinerlei Berührungsängste. Unter der fachkundigen Anleitung von Ivan und Pascal Saner konnte schliesslich jedes Kind ein Erfolgserlebnis verbuchen.

Der Verein SAC Hohe Winde kann sich zur Zeit nicht über zu wenig Mitglieder beklagen. Für Kinder und Jugendliche besteht bereits eine Warteliste. Der SAC Hohe Winde empfiehlt das Klettern Kindern ab zehn Jahren.

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