«Es ist alles so schön grün hier»
Die 17-jährige Isabela Alvarez Gallardo aus Iquique, Chile, lebt seit rund vier Monaten bei Kurt und Lilli Reber Kuonen und besucht als Austauschschülerin das Gymnasium Laufen.

«Unsere Töchter sind beide über 30 und schon seit längerem von zuhause ausgezogen», erklärt Kurt Reber. «Und deshalb nahmen wir Isabela gerne in unserem Haus auf», ergänzt Partnerin Lilli. So lebt die 17-jährige IsabelaAlvarez Gallardo aus Iquique, Chile, seit rund vier Monaten bei Kurt und Lilli Reber Kuonen und besucht als Austauschschülerin das Gymnasium Laufen. «Ich bin in der Klasse 1SZ mit Schwerpunktfach Spanisch und Zeichnen», erklärt Isabela in gutem Hochdeutsch. Dank eines Intensivsprachkurses, den fremdsprachige Schülerinnen und Schüler hier besuchen, bevor sie vollzeitlich in eine Klasse integriert werden, hat die Chilenin keine Mühe mit der deutschen Sprache. «Nur mit Schweizerdeutsch komme ich noch nicht ganz zurecht», sagt sie schmunzelnd.
Wie Fernanda, eine andere Schülerin aus Brasilien (das Wochenblatt berichtete), ist Isabela durch AFS zu diesem Austauschjahr am Gymnasium Laufen gelangt. AFS ist die grösste und älteste Non-Profit-Organisation für interkulturellen Austausch in der Schweiz. Weltweit kooperiert AFS mit über 60 Partnerländern und blickt auf ein über 60-jähriges erfolgreiches Bestehen zurück.
Isabela hat sich bei AFS um ein Austauschjahr in der Schweiz «beworben», die nötigen Kriterien erfüllt und ist der Familie Reber Kuonen, die sich ihrerseits bei AFS als Gastfamilie zur Verfügung gestellt hatte, zugeteilt worden.
Das «Projekt» scheint für alle Beteiligten gelungen. Isabela fühlt sich in ihrer Klasse wohl, hat sich laut Konrektor Christoph Keller, verantwortlich für Austauschschüler, ausgezeichnet integriert und macht gute Fortschritte. Und am Rebenhöheweg bei ihrer Gastfamilie fühlt sich die Südamerikanerin sehr gut aufgenommen. «Isabela lebt bis zum Abschluss ihres Schuljahres Ende Januar 2017 bei uns, wie eine eigene Tochter», sagt Kurt Reber. So auch während der Sommerferien, auf die sich die sympathische Schülerin besonders freut. «Wir werden zusammen eine mehrwöchige Motorradtour durch Osteuropa machen», schwärmt sie.
Hier in Laufen fühlt sich Isabela aber bereits wie Zuhause. Das satte Grün und die vielen Pflanzen sind für sie neu. In der Nähe von Iquique, im Norden von Chile, wo Isabela wohnt und eine englischsprachige Privatschule besucht, liegt die Atacamawüste, die trockenste Wüste der Erde. «Bei uns braucht es nicht zu regnen, denn wir haben keine Pflanzen», kommentiert sie schmunzelnd mit ihrer eigenen Logik das eher feuchte Klima hier.
Isabela wird im Januar Familie Reber Kuonen verlassen und nach Hause zurückfliegen. Ein Abschied, der für die Gasteltern wie auch für Isabela nicht ganz leicht sein wird.


