Eine Zeitreise durch die Menschheitsgeschichte

An der Eröffnung des Turnerabends in Grellingen unter dem Titel «Dr goldigi Würfel» konnte man am letzten Freitag viel über die Menschheitsgeschichte erfahren. Der Blick wurde aber auch bis in die Zukunft hinein gerichtet.

Gewagte Figuren in luftigen Höhen: Der Abstecher nach Griechenland war reine Frauensache.

Gewagte Figuren in luftigen Höhen: Der Abstecher nach Griechenland war reine Frauensache.

Ton in Ton: Diese Formation entführte die Zuschauerinnen und Zuschauer in den wilden Westen.

Ton in Ton: Diese Formation entführte die Zuschauerinnen und Zuschauer in den wilden Westen.

Startschuss: Die Wikinger eröffneten den Anlass. Fotos: Cornelia Felber

Startschuss: Die Wikinger eröffneten den Anlass. Fotos: Cornelia Felber

Der goldene Würfel fiel immer wieder, und schon sah man sich in eine andere Zeitepoche versetzt — zu Grello, dem ­Urmenschen, Uriella aus der Gegenwart, Hildegard von Zwingen, der Kräuter­heilerin, Madeleine Ashly Smeralda Pipapo, der frischgebackenen Contest­gewinnerin in Karaoke, Marie-Antoinette aus der Barockzeit und JJ 4203, dem ­Zukunftsmenschen aus 2123.

Das Programm bot eine humorvolle Abwechslung aus dem Schauspiel der sechs Figuren, die sich immer wieder trafen, und den innovativen Darbietungen der verschiedenen Riegen. Die sechs Figuren aus den unterschiedlichen Zeitepochen mussten zuerst einmal ihr ­Kommunikationsproblem lösen. Uriella versuchte es immer wieder mit ihren Eingebungen: «Momänt, halt, ich empfang grad öbbis» und Hildegard von Zwingen wollte allen mit ihren Kräutermitteln ­heilen. Der Zukunftsmensch JJ 4203 bot echte Übersetzungshilfe und erreichte damit, dass Grello lernte, sich zu artikulieren. Madeleine versuchte verzweifelt, die Gegenwart zu halten, und Marie-­Antoinette hatte nur Augen für JJ. In ihrer Sprache hiess er liebevoll und mit ­charmantem französischem Accent: «Schischi». Sie konnte ihre Zuneigung zu «Schischi» nicht verbergen und brachte JJ damit aus dem Konzept. Der roboter­artige Zukunftsmensch war kurz vor ­einem Kollaps. Sein System meldete: «Unbekannter Fehler, System überlastet.» Woraufhin Grello sich gezwungen fühlte, Hilfe zu leisten. JJ hatte ihm schliesslich das Sprechen beigebracht. Und so mahnte er Marie-Antoinette mit den Worten: «Nur e Jo isch e Jo!». Passend dazu boten die Riegen des Turnvereins ihre Auftritte mal vor griechischer, mal vor ägyptischer Kulisse, bis in die Neuzeit und Zukunft hinein. Die vielen Helferinnen und Helfer waren unermüdlich unterwegs, um für das kulinarische Wohl der Gäste zu sorgen: Kaum hatte man bestellt, war das Getränk auch schon serviert. Auf die Frage, wie lange die Vorbereitungszeit für dieses Programm, das vor allem auch aus schauspielerischer Sicht auffiel, ­gedauert habe, sagt Sandra Hein, die unter anderem auch für das Marketing zuständig ist: «Unsere letzte Vorstellung war im Jahr 2019. Geplant gewesen wäre daraufhin 2021, was ins Wasser fiel. Die Schauspielgruppe hatte die Idee schon länger. Und jetzt endlich konnte wieder ein Turnerabend durchgeführt werden.» Mit Happy End für alle — auch für Marie-Antoinette und «Schischi».

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