Einbruchsdelikte erschweren
Die Polizei Basel-Landschaft informiert die interessierte Bevölkerung an 13 Orten über die steigende Zahl von Einbruchsdelikten. Am Montag war Laufen an der Reihe.

Im Vergleich zur gleichen Periode im Vorjahr haben die Einbruchsdelikte im Kanton Baselland heuer um satte 33 Prozent zugenommen. Mit dieser Tatsache motivierte Hauptmann Daniel Weissenberger, Leiter Sicherheitspolizei West, die rund 80 Interessierten im Alte Schlachthuus zur Achtsamkeit. Diese alarmierende Steigerung veranlasste die Polizei Basel-Landschaft in diesem Monat zu Infoabenden in dreizehn Gemeinden. «Mit den entsprechenden Vorkehrungen und unserer Mithilfe können wir Einbrüche nicht verhindern aber sicher minimieren», war die Kernbotschaft, welche alle drei Polizeimänner mehrmals wiederholten, ohne dabei die Dokumentation mit entsprechenden Beispielen zu unterlassen. Nebst Weissenberger waren auch Christian Schmid und Alex Hamann vom Polizeiposten Laufen als Referenten vor Ort.
Bei Einbruchdiebstählen stellt die Polizei wiederkehrende Vorgehensmuster fest. Auskundschaften – Überwachen – Einbruch – Rückzug. Die Einbrecher – manchmal Einzelpersonen, oft auch organisierte Gruppen – achten bei ihrer Auswahl auf optimale Tarnung und einfache Fluchtwege. Dies mag ein Grund sein, dass grenznahe Gemeinden wie Allschwil, Binningen oder Münchenstein eine wesentlich höhere Einbruchsrate aufweisen, als das Laufental, mit rund 35 Delikten im ersten Halbjahr 2012. «Dank dem Vorteil des engen Talkessels, blieb die Zahl hier stabil», vermutete Weissenberger.
Prävention sei trotzdem angezeigt, erklärte Christian Schmid, und wies in der Folge auf die «neuralgischen» Punkte im Mehr- und Einfamilienhaus. Haustüren, Fenstertüren auf Balkonen und Fenster. Hier müsse man den Hebel ansetzen, bevors der Einbrecher tut, erklärte Alex Hamann. Türen immer schliessen, Sicherheitsverschlüsse bei Fenstern ebenso und zusätzliche Sicherheitsmassnahmen wären wärmstens zu empfehlen, lautete das Credo gegen Einbrecher, die laut Schmid immer dreister und professioneller würden. «Nur allzu oft kommen wir einen Schritt zu spät», gab Hamann zu, der aber rasch einen Erfolg als Gegenbeweis zur Hand hatte.
Das Polizeitrio riet den anwesenden Hausbesitzern und Mietern dringend davon ab, selber den Helden spielen zu wollen. «Viel zu gefährlich», war Schmids kurzer Kommentar, denn Einbrecher hätten zum Ziel, möglichst schnell und unerkannt wegzukommen, seien deshalb in den meisten Fällen unbewaffnet, würden aber mit Gewalt den Fluchtweg erzwingen.
«Ruft uns an (internationale Notrufnummer 112), wenn ihr etwas Verdächtiges in eurem Quartier entdeckt – lieber einmal zu viel als einmal zu wenig!», mahnte Alex Hamann.
Die anschliessende Fragerunde wurde rege genutzt, was den Respekt des Publikums eindrücklich bewies. Man wollte beispielsweise genauestens Auskunft darüber, bei welchem Punkt des Verdachts das Ergreifen des Telefons angezeigt sei. Weiter wurden auch Taschen- und Autodiebstähle thematisiert.


