Ein wichtiger Schritt in die Zukunft

Sportlich war das vergangene Vereinsjahr des VBC Laufen durchzogen. Nachdem das junge Herren 1 in die 3. Liga absteigen musste, will man jetzt einen Schritt in die Zukunft machen und startet ein Projekt mit Alex Rauber als neuem Cheftrainer.

Gemeinsam in die Zukunft: Alex Rauber und Präsidentin Angelica Dietler packen das neue Projekt gemeinsam an. Foto: eh-presse

An der Generalversammlung konnte Präsidentin Angelica Dietler von vielen positiven Bereichen berichten. «Die Finanzen sind sehr gut, wir haben sogar einen kleinen Gewinn gemacht, nachdem wir ein Defizit budgetierten. Das Stedtli Beach war ebenfalls ein Erfolg.» In diesem Jahr müsse das OK jedoch kämpfen, was die Finanzen betreffe. «Die AGLAT hat einige Sponsoren gebunden.» Im sportlichen Sektor gab es den Aufstieg der Damen 4 in die 2. Liga. «Das war unser sportliches Highlight», lacht Dietler, um dann sofort wieder in einen ernsteren Tonfall zu wechseln. «Sportlich gesehen ist es toll, dass wir jetzt zwei Damen-Teams in der 2. Liga haben. Aus der Sicht der Förderung fehlt uns aber ein Team in der 3. Liga, weil gleichzeitig auch das Damen 2 in die 4. Liga abgestiegen ist. Schade war, dass wir das Herren 1 nicht in der 2. Liga halten konnten.» Dietler spricht bewusst in der Wir-Form. «Die Spieler des erfahrenen Herren 1 traten als Herren 3 in der 2. Liga an. Das neue Herren 1 beinhaltete junge bis sehr junge Spieler. Weil ein Trainer fehlte, entschloss ich mich, zusammen mit Dominik Imark das Team zu trainieren und zu coachen. Hätten wir die Vorrunde nur als Test nehmen können, hätte es gereicht, wir wären nicht abgestiegen. So aber brauchten wir zu lange, bis wir auf das nötige Niveau kamen.» Die jungen Spieler hätten Fortschritte gemacht, aber man müsse aufpassen, dass eine Negativserie nicht plötzlich den Verleider auslöst. «Der Sprung in die 2. Liga ist für junge Spieler zu gross. Die technische Kommission hat darum nach Lösungen gesucht. Dann entstand das Projekt, dass wir das Herren 1 mit dem Herren 3 mischen. Die erfahrenen Spieler, die teils seit 15 Jahren das Herren 1 bildeten und bis in die NLB aktiv waren, werden in der kommenden Spielzeit mit den jungen Talenten ein Team bilden. Dafür brauchten wir einen Trainer, der den Gedanken des Projektes in die erfolgreiche Tat umsetzen kann, der auch die erfahrenen Spieler an die Leine nehmen kann und den Verein kennt.» Die Präsidentin ging auf Alex Rauber zu, der letzte Saison noch Therwil in der 2. Liga trainierte. «Im ersten Moment tönte das Projekt gut und weckte mein Interesse. Ich wollte aber zuerst wissen, ob diese älteren Spieler hinter dem Projekt stehen. Ich führte viele Gespräche und am Ende war klar: Alle machen mit und damit unterschrieb ich den Vertrag.» Die technische Kommission des Vereins hatte zwar einen Plan-B mit einer Zusammenarbeit mit Arlesheim versucht, doch da zeigte sich die geografische Lage als Hindernis. «Für viele endet hinter dem Angenstein der Bereich, wo man sich sportlich noch betätigen will», weiss Rauber aus Erfahrung und fügt an, «im Fussball beseitigt das Portemonnaie im einen oder anderen Fall die Bedenken.» Was Rauber und Dietler positiv stimmt, ist der erwachte Ehrgeiz der älteren Spieler. Mittelfristig will man den Aufstieg in die 1. Liga realisieren. Sie würden, das hätten sie bereits signalisiert, auch bei einem Aufstieg weitermachen. «Das Feuer ist immer noch am Brennen oder ist wieder entflammt», weiss Rauber. «Wir nehmen jetzt Schritt für Schritt, wollen Stabilität», sagt Dietler. Der VBC Laufen geht mit einem ambitionierten 2.-Liga-, einem ambitionierten 3.-Liga- und einem 4.-Liga-Team in die Saison. Zudem mit zwei 2.-Liga-Damen- Teams, vier 4.-Liga-Damen-Teams und einem 5.-Liga-Damen-Team. In der ­Jugendabteilung starten vier Juniorinnen- und zwei Juniorenteams. 190 Spielerinnen und Spieler zählt der Verein aktuell, total sind es rund 250 Mitglieder. Man sei immer auf der Suche nach jungen Spielerinnen und Spielern, sagt Dietler. «Aktionen, die wir durchführten, hatten wenig Erfolg. Es hilft, wenn jemand, der bereits im Verein ist, Kolleginnen und Kollegen mitnimmt. Da sind wir gut ­unterwegs.»

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