Ein Rollstuhl stört beim Arbeiten am Computer nicht

Am 19. Lunchreport stellten Pascal Güntensperger und Nadine Rohner das Label iPunkt vor, das Arbeitgeber und Firmen auszeichnet, die Menschen mit Behinderungen anstellen und auf Chancengerechtigkeit achten.

Lunchreport: Information, Austausch und geselliges Zusammensein zeichnen den Lunchreport des Gewerbevereins Laufental aus.  Foto: Gaby Walther
Lunchreport: Information, Austausch und geselliges Zusammensein zeichnen den Lunchreport des Gewerbevereins Laufental aus. Foto: Gaby Walther

Behinderte Menschen sind durchaus leistungsfähig, wollen und können Arbeit erbringen und sie wollen ernst genommen werden», erklärte Pascal Güntensperger. Er und Nadine Rohner von Impulse Basel orientierten zum Thema «Arbeit für Menschen mit Behinderung» und stellten das neue Label iPunkt, welches am 10. Juni 2013 lanciert wurde, vor. Der Gewerbeverein Laufental hatte die beiden zum 19. Lunchreport vom letzten Donnerstag im Restaurant Central in Laufen eingeladen.

Güntensperger möchte die Arbeitgeber ermutigen, behinderten Menschen eine Chance zu geben. Die körperliche oder geistige Behinderung erschwere das Leben, doch hätten auch diese Menschen ihre Ressourcen und ihre Stärken. So könne jemand im Rollstuhl ohne Probleme am PC arbeiten. Dabei sei es nicht das Ziel, einen geschützten Arbeitsplatz anzubieten, sondern diese Menschen gleich wie alle anderen zu behandeln und ihnen die Möglichkeit zum Beispiel eines Vorstellungsgesprächs anzubieten. «Talente zählen und keine anderen Kriterien», so Rohner. Mit dem Label iPunkt sollen Unternehmen ausgezeichnet werden, welche Menschen mit Behinderungen anstellen und auf deren berufliche Chancengerechtigkeit achten. Der iPunkt ermutigt Unternehmen zu konkretem Handeln bei der beruflichen Integration von Menschen mit Behinderung. Die Vergabekriterien lassen bei den Massnahmen grosse Freiheiten – was für die Vergabe des iPunkts zählt, ist das glaubwürdige Ergebnis des Handelns.

Der iPunkt hat seinen Ursprung in den Werten und Zielen der Kampagne «die Charta – Arbeit für Menschen mit Behinderung» und kann auf ein starkes Netzwerk (Wirtschaft, Behinderten- und Sozialorganisationen, Kanton und Bund sowie IV-Stellen) zählen. Das Label soll ein einfaches

Kommunikationsinstrument sein für Partner, Kunden und Stellensuchende. Die Arbeitgeber erhalten zentralen Support bei Problemen mit IV, Formularen, Arbeitsplatzeinrichtung und Ähnlichem. Die Lizenzgebühr ist tief und es fällt keine zusätzliche Bürokratie an. Das Zertifikat wurde bereits an vier Firmen im Baselland vergeben.

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