Ein Nikolausabend ganz im Sinne der Kunst

Der Kunstschaffende Andreas Malzach öffnete sein Atelier und holte seine aktuellsten Arbeiten aus dem imaginären Chlaussack.

Andreas Malzach: In seinem Atelier, das am Wochenende zum Ausstellungsraum wurde.  Foto: zvg
Andreas Malzach: In seinem Atelier, das am Wochenende zum Ausstellungsraum wurde. Foto: zvg

Wenn Andreas Malzach zur Vernissage bittet, dann kommen sie alle. Kunstbegeisterte, Freunde und Bekannte, die den in Laufen wohnhaften Kunstmaler und ehemaligen Schmuckgestalter in seinem Atelier in der «Spritti» in Laufen besuchen wollen. Schon beim Betreten des Ateliers herrscht eine lockere Atmosphäre. Es wird lebhaft diskutiert und viel gelacht. Kerzen verbreiten ein wohliges Licht und auch an Gaben fehlt es nicht. Malzach bewirtet seine Gäste wie der Samichlaus persönlich. Glühweinduft liegt in der Luft und auch «Grittibänzen» und Lebkuchen fehlen nicht.

Schon das Treppenhaus ist geschmückt mit seinen Bildern. So, dass bereits der Aufstieg in das Atelier zu einem eigentlichen Augenschmaus wird. Treppen steigen wird dadurch äusserst kurzweilig und man bemerkt gar nicht, dass man etliche Stufen bis in den Werkraum bezwingen muss.

Das Spezielle an den Kunstwerken von Malzach ist, dass er statt auf Leinwand vorwiegend auf Eisenblech malt. Durch die Kombination mit Farbe oxidieren die vielschichtigen, komplexen Bilder und verändern sich. Die Besucherinnen und Besucher der Vernissage zeigen sich von dieser Technik begeistert: Mal leuchten die Metalltafeln in Pink, mal in Grün oder Blau und je nach Lichteinfluss verändern sich die Bilder immer wieder aufs Neue. Der Künstler malt aber auch in sehr erdigen Farben, was an seine Schmuckstücke erinnern lässt. Er ist sich seinem Stil all die Jahre treu geblieben. Dies zeigt er beim Durchblättern in seinem Schmuckbuch. Und erklärt: «Ich benutzte damals schon die gleichen Metalle, mit denen ich heute auch meine Bilder bearbeite.»

Eines der Markenzeichen des Kunstmalers Malzach sind die Silhouetten, menschlicher Figuren, welche auf seinen Bildern abstrahiert sind und sich wie ein roter Faden durch seine Werke ziehen. Interessant – nicht alle Kunstliebhaber seiner Bilder erkennen diese Figuren auf Anhieb. Ganz nach dem Motto, «was man wahrnimmt, liegt am Auge des Betrachters». Schön, ist, dass der Künstler allen die Freiheit lässt, in seinen abstrakten Bildern zu sehen, was sich beim Augenschein offenbart und er ihnen nichts aufzwingt. Seine Werke tragen bewusst auch keine Titel. Besonderen Gefallen finden an der Vernissage auch die nur grob bearbeiteten Holzskulpturen, in welchen sich die Bilder des Künstlers widerspiegeln.

Das Publikum ist begeistert von den Arbeiten des begabten Kunstschaffenden und die Ausstellung wird einmal mehr ein voller Erfolg für Andreas Malzach. Bestimmt bereuen die Besucher nicht, dass sie den Nikolausabend einmal im Zeichen der Kunst verbracht haben. Man darf schon auf nächstes Mal gespannt sein, wenn er die Tore wieder für seine kunstbegeisterten Fans öffnet.

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