Ein Meilenstein fürs Museum

Seit zwei Jahren arbeitet das Museum Laufental am Helye-Platz in Laufen am sogenannten Transforma- tionsprojekt. Letzten Freitag wurden den geladenen Gästen zwei neue Multi-Touchscreens vorgestellt. Die Screens sollen vermehrt auch junge Leute ins Museum locken.

Interaktiver Museumsbesuch: Christoph Sütterlin (l.) vom Museum Laufental erklärt den Gästen, wie der Multi-Touchscreen richtig genutzt wird. Foto: Melanie Brêchet

Die Anschaffung der zwei Multi-Touchscreens sei für das Museum Laufental ein Meilenstein, erklärte Lilli Kuonen vom Museum Laufental den zahlreich erschienenen Gästen. Die Ausstellungen könnten so nicht nur modern präsentiert werden, sondern auch ausserhalb der Museumsmauern gezeigt werden — einer der beiden Multi-Touchscreens lässt sich nämlich sicher in einem Koffer verpacken und transportieren. «Das eröffnet ganz neue Möglichkeiten», so Lilli Kuonen. «Wir können den einen Tisch an Interessierte ausleihen, zum Beispiel ans Seniorenzentrum Rosengarten für die Aktivierung, ans Industriemuseum in Breitenbach oder auch an interessierte Geschäfte.

Einfache Bedienung

Die Touchscreens sollen zu einer aktiven Auseinandersetzung und vertieften Beschäftigung mit dem kulturellen Erbe des Laufentals einladen. Rund 4000 Fotografien aus der Sammlung Schaltenbrand, Postkarten aus der Sammlung von Pierre Gürtler und zahlreiche Dokumente wurden von Christoph Sütterlin und dem übrigen Museumsteam, unterstützt von externen Partnern, digitalisiert und können nun auf spielend leichte Art und Weise auf dem Bildschirm betrachtet, gewendet und vergrössert werden. Mittels einfacher Suchfunktion können die Bilder und Dokumente thematisch geordnet aufgerufen werden. Aufgrund der Grösse der Bildschirme sei es möglich, dass mehrere Leute gleichzeitig am Bildschirm verweilen.

Resultat der Coronazeit

Die Idee für das Transformationsprojekt des Museums Laufental sei in der Coronazeit entstanden, als die Museen geschlossen waren. Beim Kanton wurde darüber nachgedacht, wie man das Museum zu den Leuten bringen könnte. Der Kanton Basel-Landschaft beteiligte sich denn auch mit einem Betrag von knapp 180000 Franken am Projekt, das Museum Laufental steuerte mit 50000 Franken Eigenleistung eine beachtliche Summe bei. «So ist aus der Coronazeit wenigstens etwas Gutes entstanden», fasste Kuonen zusammen. Die sichtlich gerührte und stolze Lilli Kuonen schloss mit den Worten, dass das Museum Laufental dank der neuen Errungenschaft auf neue und nicht verstaubte Art erlebt werden könne. Viele Leute hätten am Projekt gearbeitet und dafür gesorgt, dass das Material gut in Szene gesetzt und auch für «Digital Natives» interessant präsentiert wird. «Ich hoffe sehr, dass bei uns nun zukünftig mehr Schulklassen zu Gast sind. Diese besuchen uns nämlich leider nicht so oft.» Man freue sich ausserdem über zusätzliches Material wie alte Fotos, Dokumente oder auch Hinweise und Angaben zu Personen, die bereits auf den digitalisierten Fotos abgebildet sind.

Das Museum Laufental am Helye-Platz hat jeden Sonntag von 13 bis 17 Uhr geöffnet.

Weitere Artikel zu «Laufental», die sie interessieren könnten

Bushof wird erneuert
Laufental23.09.2026

Bushof wird erneuert

Tausende Menschen nehmen am Bahnhof in Zwingen täglich den Bus. Das soll bald deutlich komfortabler möglich sein.
Abschiednehmen: in allen Kulturen und Religionen von grosser Bedeutung». Foto: zVg
Laufental23.09.2026

Das Reglement als Wegweiser

Das Abschiednehmen ist in allen Kulturen und Religionen von grosser Bedeutung, doch mit unterschiedlichen Ritualen. Die Stadt Laufen verweist bei gewissen…
Die Alu Laufen mit eigenem Wasserkraftwerk: Nach dem Wegzug entstanden ein neues Kraftwerk und ein Wohntrakt an der Birs. Fotos: zVg
Laufental23.09.2026

Das Birs Center im Wandel

Vor 30 Jahren entstand am ehemaligen Standort der Aluminium Laufen AG das Birs Center. Heute befinden sich im Einkaufscenter nur noch wenige Läden und…