Ein Jahrhundertwerk

Das Heimatkunde-Buch von Duggingen verspricht nicht nur spannende Anekdoten von früher, sondern ist ein umfangreiches Nachschlagewerk.

Die Mitglieder der Arbeitsgruppe: Sie erledigten die Hauptarbeit für das Heimatkundebuch, doch dahinter standen weitere engagierte Dugginger, die mithalfen, Material zusammenzutragen und alle Puzzle-Teile zusammenzusetzen. Foto: Bea Asper
Die Mitglieder der Arbeitsgruppe: Sie erledigten die Hauptarbeit für das Heimatkundebuch, doch dahinter standen weitere engagierte Dugginger, die mithalfen, Material zusammenzutragen und alle Puzzle-Teile zusammenzusetzen. Foto: Bea Asper

«Ein solches Werk wird es im nächsten Jahr und wohl auch im nächsten Jahrzehnt nicht wieder geben», sagte Gemeinderat Herbert Näf am Montagabend in der Mehrzweckhalle von Duggingen. Diese war festlich hergerichtet worden und in der Küche bereiteten Mitarbeitende der Gemeinde und weitere Helferinnen und Helfer einen reichhaltigen Apéro vor. Der Kinderchor, Nachwuchstalente, der Musikverein und auch der Jodlerklub Mis Dörfli von Duggingen standen bereit, um die zahlreich erschienenen Gäste mit Darbietungen zu verwöhnen. Auch Regierungsrat Anton Lauber ist gekommen, um der Gemeinde zu ihrem Werk zu gratulieren und seine Wertschätzung zum Ausdruck zu bringen: «Da wurde Grossartiges geleistet.»

Zehn Jahre lang haben viele engagierte Dugginger am Heimatkunde-Buch gearbeitet, gingen auf Spurensuche, haben in Archiven gestöbert, Dokumente entziffert, Fotos bearbeitet, viele Puzzle-Teile zusammengesetzt und Seite um Seite fertig gestellt. Zuletzt setzte sich das Arbeitsteam zusammen aus Reinhard Vögtlin, Pascal Favre, Othmar Zeugin, Thomas Hägeli, Françoise Kilchenmann und Herbert Näf.

Entstanden ist ein gigantisches Sammelwerk von Wissen aus und über die Heimat. Und das sollte gebührend gewürdigt und gefeiert werden. Deswegen wurde aus der Vernissage vom Montag ein grossartiges Fest. Es gab frohe Lieder, Polka, Marsch, Jauchzer und Freudentränen. Es war immer sein Traum: ein Buch über Duggingen, über die Natur- und Kulturschätze, die Gemäuer, über die Bewohner, ihre Vorfahren und ihre historischen Entscheide zu machen. Nun ging sein Traum in Erfüllung. Reinhard Vögtlin begann aus dem Buch die Anekdoten und Geschichten zu erzählen, wie es zum Brand kam im Schloss und was er sonst noch in den alten Schriften entdeckt hat. Danach war allen klar, dieses Buch muss man haben. Am Montag bekam man es zum Vorzugspreis unter 30 Franken, mittlerweile stieg der Preis auf 34 Franken, sagte Näf. Erhältlich ist das Werk im Dorflädeli und auf der Gemeindeverwaltung. 1200 Exemplare wurden gedruckt, einige gingen an den Kanton, andere an die Schulen, an die Bügergemeinde und an die Einwohnergemeinde. Der Regierungsrat hatte das Projekt unterstützt mit 50000 Franken. Näf schätzt die Schlussabrechnung auf 100000 Franken, damit kommt man unter die von der Gemeinde bewilligte Marke von 120000 Franken.

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