Ein Gute-Laune-Abend

Dominik Muheim, Slam-Poet, Kabarettist und Gewinner des Salzburger Stiers, überzeugt mit seinem ersten Soloprogramm «Soft Ice» und sorgt für eine ausgelassene Stimmung.

Für einen kurzen Moment an der Gitarre: der Kabarettist Dominik Muheim. Foto: Gaby Walther
Für einen kurzen Moment an der Gitarre: der Kabarettist Dominik Muheim. Foto: Gaby Walther

«Das wird ein langer Abend», meinte Dominik Muheim letzten Freitag im fast ausverkauften Saal des Alts Schlacht-huus. Grund für seine Aussage ist das Publikum, das immer wieder so lange und herzhaft lachen muss, dass er fast aus dem Konzept fällt und selber schmunzeln muss. Er bittet sogar die Gäste, ihn am 8. Mai nach Basel zu begleiten, wo er sein Programm «Soft Ice» im Theater Basel vor Publikum aufzeichnen wird. Zu Recht lacht das Publikum. Muheim schafft es, mit seinem Humor, seinem Schalk und seiner Wortgewandtheit die Anwesenden während zweier Stunden zu packen und bestens zu unterhalten. Das Team des Kulturforums hat eine gute Wahl getroffen, in dieser Saison speziell auch jungen Künstlern der Generation Y eine Plattform zu bieten.

Im ersten Teil seiner Performance geht der 33-Jährige zurück in seine Kindheit, erzählt vom Aufwachsen in einer idyllischen Welt im hinteren Baselbiet. Da ist Lina, die ins Dorf zieht und mit ihrer frechen und aufmüpfigen Art das ganze Dorf in Aufruhr bringt. Später, im zweiten Teil, muss er genau für diese Lina eine Hochzeitsrede halten. Ihr Mann Markus, einer von denen, die immer beim Zügeln helfen, danach Spaghetti kochen und auch aufräumen, immer optimistisch und nett bleiben, ist genau das Gegenteil des Freigeists Lina. Dementsprechend treffen zwei grundsätzlich verschiedene Verwandtschaften auf der Hochzeit zusammen. Logisch läuft da einiges aus dem Ruder. Der Kabarettist schlüpft gekonnt in die verschiedenen Charaktere und erweist sich dabei nicht nur als hervorragender Beobachter und Erzähler, sondern auch als begabter Schauspieler. In seiner Plauderei, in der er locker von einem Thema zum anderen switchen kann und auch immer wieder einmal mit dem Publikum in Kontakt tritt, lässt er Platz für Improvisation und flechtet fast unbemerkt sozialkritische Statements ein, ohne aber moralisch oder schwerfällig zu werden.

Muheim mit seiner sympathischen, liebevollen Art hätten wohl alle gerne als Primarlehrer gehabt. Diesen Beruf habe er damals gewählt, weil er gerne und gut laminiere, auch in Zwingen, wo er einmal eine Stellvertretung hatte, erzählt der Komiker. Trotzdem gut, dass er nicht mehr im Klassenzimmer steht, sondern auf der Bühne ein breites Publikum zum Lachen bringt.

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