E Jutz fürs Härz
Am Wochenende gaben Jodlerklubs, Schwyzerörgeli-, Alphorn- und Treichlerformationen im Stedtli ein volkstümliches Stelldichein. Der Sonntagmorgen begann mit der Jodlermesse der Gastgeber aus Laufen.

So schön und gemütlich kann es im Stedtli sein! Und wenn Petrus noch seine Sonntagstracht anzieht und einen wolkenlosen Himmel über Laufen ausbreitet, dann baden die Volksmusikfreunde in Glückseligkeit. Zum Auftakt der Jodlerchilbi in Laufen schickte die Alphorngruppe Thierstein-Laufental ihre feinen Klänge ins schmucke Stedtli. Mit der Bänklialp-Melodie verbreiteten die neun wackeren Mannen Edelweissromantik und liessen die Herzen der Berggänger höher schlagen. Kaum waren die letzten Töne verklungen, bestiegen die Jodlerinnen und Jodler aus Lauwil die Bühne und sangen das Lied «I Bärge». Eine wunderschöne Melodie, die der Komponist Bruno Häner aus Liesberg für die Wasserfallen geschrieben hat. Sie waren so gut drauf, dass sie den herrlichen Naturjutz «Im Fründeskreis» folgen liessen. Der Jodlerklub «Oberer Hauenstein» Langenbruck punktete mit dem Geburtstagsjutz und begeisterte die vielen Gäste mit ihrem sorgfältigen Gesang.
Am Sonntagmorgen war Jodlermesse mit Diakon Christof Klingenbeck angesagt. Der gastgebende Jodlerklub «Echo vo dr Flueh» bestritt den gesanglichen Teil mit den Liedern von Jost Marti. Beim Frühschoppenkonzert mit den Kreiselbach-Musikanten konnten die vielen Gäste den ersten Schluck zu sich nehmen, denn die Sonne heizte richtig auf. Die Blasmusik fuhr temperamentvoll ein und die Würste vom Grill verströmten einen angenehmen Duft über den Rathausplatz.
Da drangen plötzlich dumpfe und schwere Töne vom Untertor, die sich bedrohlich dem Festplatz näherten. Trychler aus dem bernischen Eriswil statteten mit ihren schweren Kuhglocken der Chilbi einen Besuch ab und liessen die Gläser auf den Tischen tanzen. Gerne nahm man wieder sanftere Töne in Kauf, die die «Schwarzbuben-Jodler» aus Dornach mit dem vielsagenden Titel «Läbesfreud» verbreiteten. Mit der Schwyzerörgeli-Grossformation «Eggflueh» ging so richtig die Post ab. Fünfzehn Damen und Herren sassen auf ihren Köfferchen und rätzten, was das Zeug hielt. Absoluter Renner war der Titel «Im Örgelihuss», der von den vielen Gästen mitgejodelt und frenetisch beklatscht wurde. Bis in den frühen Sonntagabend wurde gespielt und gesungen, derweil die Gäste den grossen Durst löschten.


