Drei Punkte statt einer Königsfigur

Am kommenden Dreikönigstag werden wieder unzählige Menschen, gross und klein, auf die Suche nach den weissen Figürchen in den Hefekuchen gehen. Laufens Hockeyaner dagegen suchen den Weg zur Playoff-Qualifikation.

Pech: Philipp Aeppli wird bei seinem Alleingang regelwidrig am Abschluss gehindert. Die Schiedsrichter sahen nichts. Foto: eh-press
Pech: Philipp Aeppli wird bei seinem Alleingang regelwidrig am Abschluss gehindert. Die Schiedsrichter sahen nichts. Foto: eh-press

Es war eine seltsame Stimmung nach Ende des letzten Hockeyspieles in der Laufner Eishalle 2014. Die 2:5-Niederlage gegen den klaren Tabellenführer Argovia Stars war dabei weniger der Grund. Vielmehr hatten die Spieler sichtlich Mühe mit der Tatsache, dass man als Tabellenschlusslicht in die Festtagspause gehen muss. Auch Trainer Christof Amsler wusste nicht so recht, was er von der aktuellen sportlichen Lage halten soll. Im Umfeld des Vereins lässt man jedoch keine Zweifel erkennen. Auf die Frage, ob denn nun Amsler infrage gestellt werde und die Vereinsleitung die Pause dazu benütze, um allenfalls Massnahmen zu ergreifen, sagte Präsident Walter Winteler klar und deutlich: «Wir diskutieren über den Vertrag des Trainers, das trifft zu. Aber es geht dabei um eine Verlängerung des Kontraktes. Alles andere kommt nicht infrage. Wir sind überzeugt davon, dass die Mannschaft im neuen Jahr die Kurve bekommt und sich für die Playoffs qualifiziert.» Auch der zuletzt wegen eines Handbruches ausgefallene starke Verteidiger Stephan Bucher strahlt Zuversicht aus. «Nach der Festtagspause werden mit Ausnahme von Fässler wieder alle dabei sein und dann greifen wir an. Zu Rang fünf fehlen ja nur vier Punkte.»

Es sprechen gleich mehrere Fakten dafür, dass Laufen auch 2015 die Playoffs bestreiten wird. Wenn es um die Qualifikations-«Wurst» geht, waren Laufner Teams immer bereit. Die Rückkehr der Defensivroutiniers Bucher, Scheidegger und Rérat sowie Burkhalter sollten mehr Qualität bringen. Die Leistung gegen die Argovia Stars war nicht schlecht. Laufen kreierte mehr Chancen, scheiterte aber nicht weniger als viermal alleine vor dem Tor. An der Effizienz muss gearbeitet werden. Nicht unwichtig: Laufen hat gegen die aktuellen Top-Vier der Gruppe bereits gespielt, kann also die Playoff-Teilnahme aus eigener Kraft schaffen. Es mag ein psychologischer Vorteil sein, dass Laufen mit der Niederlage im letzten Spiel auf den letzten Rang abrutschte. Jeder Spieler muss nun wissen, was es geschlagen hat. Nur mit einer 100Prozent-Einstellung kommt man da heraus. Vier Punkte mehr und man grüsst von Rang vier, was zu falschen Trugschlüssen führen könnte. Doch bei all dem darf nicht vergessen werden: in der ersten Januarwoche dürfte eine Vorentscheidung fallen und da die Teams durchwegs auf Augenhöhe liegen, spielt auch die Tagesform eine Rolle. Jede Niederlage kann verhängnisvoll sein.

Am Sonntag, 4. Januar spielt Laufen ab 20.30 Uhr in Olten gegen Altstadt. Am Dienstag folgt das Heimspiel gegen Koppigen und am Samstag geht es nach Zuchwil, wo ab 21 Uhr Bucheggberg wartet.

 

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