«Dr Schwarzbueb» blickt auf die Jugend

Letzten Donnerstag wurde an der Vernissage im Gymnasium Laufen der neue «Schwarzbueb» vorgestellt. Hauptthema im Jahr- und Heimatbuch 2025 ist die Jugend.

Vernissage: Die Schülerband Organized Chaos der Klasse P3 umrahmt den Anlass musikalisch. Foto: Gaby Walther

«Die Jugend achtet das Alter nicht mehr, zeigt bewusst ein ungepflegtes Aussehen, sinnt auf Umsturz, zeigt keine Lernbereitschaft und ist ablehnend gegen übernommene Werte», wurde bereits 3000 v. Chr. auf einer Tontafel der Sumerer notiert. Salvador Dali hingegen fand: «Das grösste Übel der heutigen Jugend besteht darin, dass man nicht mehr dazugehört.» Das Thema Jugend bewegt seit jeher. Die Jugendzeit von Klaus Fischer und Thomas Brunnschweiler liegt auch schon ein paar Jahrzehnte zurück. Trotzdem haben sich die beiden Redaktoren des Jahr- und Heimatbuchs «Dr Schwarzbueb» ans Thema Jugend herangewagt. Entstanden ist eine lesenswerte Ausgabe über Jugendthemen, die aus verschiedenen Aspekten beleuchtet werden.

«Wir wollten wissen, wie es der Jugend in der Region des Schwarzbubenlands und Laufentals geht und liessen eine ­Jugendarbeiterin und zwei Jugendarbeiter zu Worte kommen. Was die drei über die Jugendarbeit in der Region berichten, ist unglaublich informativ», erzählte Klaus Fischer an der Vernissage vom letzten Donnerstag im Gymnasium in Laufen. Von Jugendlichen initiierte Projekte, wie zum Beispiel die «Scooter-Night» in Hofstetten oder der Pumptrack in Rodersdorf, werden vorgestellt. «Die wohl grösste Herausforderung für viele Jugendliche ist das Erwachsenwerden», schreibt Sarah Matteucci von der Offenen Jugendarbeit Region Laufen. «Die Offene Jugendarbeit ist ein wichtiger Bestandteil der Gesellschaft. Sie bietet den Jugendlichen einen geschützten Raum, in dem sie sich entfalten und verwirklichen können», so Thomas Gschwind, Jugendarbeiter in Dornach. «Den Jugendlichen wird in der spannenden, aber auch schwierigen Zeit der Adoleszenz in unserer Region viel geboten», stellte Fischer als Fazit fest.

Weitere Artikel im «Dr Schwarzbueb» zeigen die Wichtigkeit der Musikschulen und Sportvereine für die Jugend auf. Welches Potenzial in der Jugend steckt, ist im schön bebilderten Artikel über das Kunstprojekt einer Klasse des Gymnasiums in Laufen zu entdecken. Eindrucksvoll gestalteten die jungen Menschen mit ihren Skulpturen Denkmäler zu Themen wie Burn-out-Gefährdung, Körperbewusstsein, Optimierungswahn, Ausbeutung, Flucht oder Vergänglichkeit und beschrieben die Werke mit Worten. Wie Zeiten sich ändern, auch für die Jugend, zeigt Willi Thalmann in seinem Rückblick als junger Lehrer dreier Klassen mit 49 Schülern im Jahr 1961.

Natürlich wurde auch die Musik zur Vernissage nach dem Leitthema ge-­wählt. Die Schülerband Organized Chaos mit Marius Zimmer, Schlagzeug, ­Evelin ­Jones, Gesang, Enea Schnell, Keyboard, und Immanuel Fischer, Bass und ­Gitarre, spielten bekannte Rock- und Popsongs.

Nebst dem Hauptthema Jugend sind in der 103. Ausgabe des Heimatbuchs der Monatskalender, der Nekrolog, ein Rezept, ein Wettbewerb, eine Geschichte von Walter Studer und die ­Chronik zu finden. Unter Verschiedenem liefert unter anderem Linard Candreia Auszüge zu Verbrechen und Strafen in alten Zeiten aus dem öffentlichen Archiv des ehemaligen Fürstbistums, das sich in Porrentruy ­befindet. Monika Jäggi beschreibt mit Rückblick auf den Wakkerpreis 2024 die Entwicklung und heutigen Herausforderungen der zehn Birsstadtgemeinden.

«Dr Schwarzbueb» ist für 16 Franken an Kiosken, in Buchhandlungen und weiteren Verkaufsstellen erhältlich. Er kann über kontakt@schwarzbueb.ch oder 061 927 26 70 bestellt werden (www.schwarzbueb.ch)

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