Dorfchronist feierte 90. Geburtstag

Cäsar Semplici konnte am vergangenen Freitag die Gratulationen von zahlreichen Brislacherinnen und Brislachern zu seinem 90. Geburtstag entgegennehmen.

Langer Atem: 90 und noch lang nicht leise ist Cäsar Semplici, hier mit Gattin Lydia.   Fotos: Roland Bürki
Langer Atem: 90 und noch lang nicht leise ist Cäsar Semplici, hier mit Gattin Lydia. Fotos: Roland Bürki

Brislachs Dorfchronist Cäsar Semplici hat Jahrgang 1923 und bewegt sich da in illustrer Gesellschaft. Im gleichen Geburtsjahr finden sich nämlich Namen wie Maria Callas, Loriot oder Horst Tappert alias Derrick. Semplici, Autor des 1991 erschienenen Dorfgeschichtsbuchs «Brislach 1991» und weiterer dörflicher Publikationen, setzt sich auch heute immer noch frohgemut hinter seine mechanische Schreibmaschine und hackt Lesenswertes über Brislach in die Tasten. Dass Professor Dr. Werner Meyer alias «Burgen-Meyer» das Buch «Brislach 1991» einst als «ein Buch, das man weitherum suchen müsse» gelobt hatte, beflügelt den umtriebigen Dorfchronisten mit dem kleinen Mäppchen in der Hand immer wieder aufs Neue. So auch vor einem Jahr, als Semplici zahlreiche Geschichten aus dem «Hornviehdorf» ausgrub, um das Hornvieh-Dorf schmunzeln zu lassen.

Tout Brislach reichte sich die Klinke
Am vergangenen 4. Januar blieb die Schreibmaschine stumm, dafür klirrten umso lauter die Gläser zu «Julius Cäsars» 90. Geburtstag. Und das unzählige Male. Denn Familie, Verwandte, Freunde, Delegationen und Nachbarn reichten sich immer wieder die Klinke zum Hotel Victoria, wie der Jubilar den fröhlich dekorierten Keller schalkhaft bezeichnete. Semplici, jahrzehntelanger Gemeindeschaffner, Dorfchronist, Präsident der Kulturellen Stiftung Brislacher Buch 1991 und ältester Brislacher hatte zusammen mit Gattin Lydia seine helle Freude am Festbetrieb, den «Weisch no»-Geschichten, und den vielen guten Wünschen. Wie viele Küsschen er im Laufe seines Jubeltages austauschen konnte, wollte der jubilierende Chronist dem Wochenblatt aber nicht verraten. Immerhin schmunzelte er insgeheim, sodass daraus durchaus noch eine Schmunzelgeschichte entstehen könnte.

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