Die Hofnarren sind los!

An der kommenden Fasnacht wird zum ersten Mal der Schnitzelbank «D’Hofnarre» unterwegs sein. Die beiden hoch motivierten Protagonisten wollen sich vorerst noch nicht zu erkennen geben.

Im klassischen Gewand: «D’Hofnarre» präsentieren sich als Ueli. In der Mitte prangt beim Baselbieter (l.) ein Bischofsstab in Rot, beim Laufner einer in Weiss. Foto: Melanie Brêchet
Im klassischen Gewand: «D’Hofnarre» präsentieren sich als Ueli. In der Mitte prangt beim Baselbieter (l.) ein Bischofsstab in Rot, beim Laufner einer in Weiss. Foto: Melanie Brêchet

Während in Basel eine Fasnacht ohne Schnitzelbänke nicht denkbar ist und auch zahlreiche Formationen unterwegs sind, sind Schnitzelbänke in der Region eher spärlich gesät. Die «Bängg», die während der Fasnacht in der Region durch die Beizen ziehen, lassen sich ­vermutlich an einer Hand abzählen. Dieses Jahr soll nun eine neue Formation dazukommen — «D’Hofnarre» geben ihr Début.

Begonnen hat alles auf dem Fussballplatz. Die beiden «Hofnarre», im Folgenden Baselbieter und Laufentaler genannt, trafen sich regelmässig, um ihre Söhne auf dem Spielfeld anzufeuern. Man habe sich schon immer gut verstanden, sagen beide. «Als wir eines schönen Tages auf die Fasnacht zu sprechen kamen, brauchte es nicht mehr viel und die Idee, eine Schnitzelbankformation zu gründen, war geboren.»

Vorbild aus Basel

Bei einem Basler Uelibier habe man erste Schritte besprochen und sei so auch gleich auf das Kostüm und die passende Larve gekommen: den Ueli. Der Name «D’Hofnarre» war anschliessend auch schnell gefunden. Der eine wird als Baselbieter auftreten, der andere als Laufentaler — gut sichtbar dank der unterschiedlichen Farben (Schwarz und Rot) und den passenden Stäben auf der Larve (Laufner- und Baselbieterstab). Die Helgen lassen die beiden malen, die Künstlerin möchte jedoch im Hintergrund bleiben.

«Wichtig ist uns, dass unsere Verse der Gesellschaft einen Spiegel vorhalten, dabei aber konstruktiv und auf einem guten Niveau bleiben», sagt der Laufentaler. «Unser Vorbild ist der Basler Schnitzelbank ‹Singvogel›. Der macht hervorragende Verse und überzeugt mit seinen klassisch vorgetragenen Schnitzel­bänken.» Klassisch wollen auch «D’Hofnarre» unterwegs sein. Zum einen in ihren Kostümen und Larven, die in Basel hergestellt wurden, zum anderen musikalisch: Nach jedem Vers folgt eine Melodie, die im besten Fall in den Gehörgängen des Publikums hängen und zum Mitsingen animiert. Man ergänze sich ausgezeichnet. Während der Laufentaler Themenlieferant sei, überzeuge der Basel­bieter mit der Umsetzung in Verse und musikalisch. Eine Garantie dafür, dass ein Schnitzelbank gut ankomme, gebe es nicht, sagen beide. Eine gute Voraussetzung für einen erfolgreichen Vers sei es jedoch, wenn Themen erfolgreich miteinander vermischt würden. «Und man darf die Pointe nicht schon zwei Zeilen im Voraus hören», ergänzt der ­Baselbieter.

«D’Hofnarre» sind mittlerweile fleissig am Proben. Der erste Vers steht bereits seit April, seither sind viele weitere dazu gekommen. Sie betreffen Themen aus dem Tal, aber auch aus der Schweiz und der ganzen Welt. «So langsam sind wir schon angespannt», sagt der Laufentaler. «Wir wissen ja nicht, wie wir ankommen.» Noch gut fünf Wochen haben die beiden Zeit. Spätestens dann wird auch das Geheimnis gelüftet, wer unter den Larven steckt. «Wer’s wissen will, muss uns an der Fasnacht besuchen.»

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