Die Berufslehre fordert, belohnt — und lebt!

Die Gratulationsfeier der Promotion Laufental und des Forums Schwarz-bubenland illustriert eindrücklich, dass die Berufslehre immer noch attraktiv und zukunftsfähig ist.

Grosse Erleichterung: Die Absolventinnen und Absolventen strahlen mit den Sonnenblumen um die Wette. Foto: Jan Kriwanek/zVg
Grosse Erleichterung: Die Absolventinnen und Absolventen strahlen mit den Sonnenblumen um die Wette. Foto: Jan Kriwanek/zVg

Laufen

22 knallgelbe Sonnenblumen können das Strahlen der Lehrabgängerinnen und -abgänger nicht übertreffen, so gross sind Freude, Stolz und Erleichterung darüber, mit dem Lehrabschluss endlich das Eintrittsticket in die Berufswelt erarbeitet zu haben. Sie trafen sich am vergangenen Mittwoch im Kulturzentrum Alts Schlachthuus in Laufen, um sich und ihren Erfolg zu feiern. Gastredner und Regierungsrat Anton Lauber, mahnte trotz Feierlaune, dass es immer auch mit Lehrabschluss wieder zäh werden könne und dass man natürlich auch künftig Fehler mache. Er ermutigte die Absolventinnen und Absolventen eindringlich, Chancen wann immer möglich zu packen und am Ball zu bleiben. Schliesslich sei nicht nur die Wirtschaft, sondern auch der Staat auf gute Berufsleute angewiesen.

Den Wochenplan eines Kunstturners schilderte Jan Imhof. Vor drei Jahren schloss der Maispracher seine Lehre ab, die er parallel zum Training absolviert hatte. Heute kann er sich als Profi ganz auf seine Turnerkarriere konzentrieren. 24 Trainingsstunden verteilen sich auf 6 Wochentage — wie das eierlegende Huhn hat er am Sonntag jeweils frei. Auch wenn sein Weg nach der Lehre nicht alltäglich ist, sind seine fast philosophischen Erkenntnisse nicht nur für junge Berufsleute wertvoll: Für alles, woran man Spass habe, seien immer ausreichend Ressourcen vorhanden. Und wenn der Kopf vorangehe, folge auch der Körper. Wo Jan Imhof turnt, nämlich auf höchstem Niveau, spielt Oksana Honcharuk Klarinette. Auch ihr Talent wurde früh erkannt und sie konnte von der kantonalen Talentförderung profitieren. Die Preisträgerin mehrerer Musikwettbewerbe präsentierte in zwei Intermezzi den ganzen Tonumfang ihres Instruments und begeisterte gleichermassen mit klassischen als auch bluesigen Tönen.

Nach einem unterhaltsamen Quiz und der abschliessenden Übergabe der verdienten Geschenke wurden die Berufsleute zusammen mit ihren Gästen in den Innenhof zum Apéro eingeladen, wo sie auf ihren Erfolg anstossen konnten. Sie nahmen die Einladung gerne an: Der Ernst des Lebens beginnt noch früh genug.

Weitere Artikel zu «Laufental», die sie interessieren könnten

Im Hintergrund geht es vorwärts: Das Bewilligungsverfahren für den geplanten Pavillon beim Kulturzentrum Alts Schlachthuus läuft. Im besten Fall soll im Sommer 2027 mit den Bauarbeiten begonnen werden. Bild: zVg
Laufental07.10.2026

Der Pavillonanbau ist nach Verzögerungen wieder auf Kurs

Seit dem Ja zur Verlegung der Naubrücke ist die entscheidende Hürde für den Bau des Pavillons beim Kulturzentrum Alts Schlachthuus beseitigt. Seither ist es…
Friseursalon auf dem Dachboden: Christopher Spain verpasst seinem Freund Benjamin Aemisegger einen neuen Haarschnitt. Foto: Mark Riklin
Laufental07.10.2026

Der Barber von Blauen

Lenz’ Frisur ist überfällig. Sie spriesst in alle Richtungen, dort, wo noch ein Restbestand an Haaren übrig ist. Im Laufental erhält er einen Insider-Tipp: In…
Hervorragende Qualität: Die Riesling-Sylvaner-Trauben versprechen einen guten Jahrgang. Foto: Simon Jermann
Laufental07.10.2026

Grosse Vorfreude auf den neuen Jahrgang

Der Rekordsommer 2026 mit Hitze, Trockenheit und einer ungewöhnlich frühen Reife beschert den Winzerinnen und Winzern im Laufental, Thierstein und…