Der Weg führt nach Rom

Auf Einladung der Päpstlichen Schweizergarde ist der Kanton Basel-Landschaft am 6. Mai offizieller Gastkanton an der Vereidigungsfeier der neuen Gardisten. Im Vatikan wird die Stadtmusik Laufen gemeinsam mit der Stadtharmonie Laufen unter der musikalischen Leitung von Philipp Wagner an der Eröffnungsfeier auftreten.

Grosse Ehre: Die Stadtmusik und die Stadtharmonie Laufen dürfen im Vatikan aufspielen. Foto: zVg

Bereits im Jahr 2020 hätte das Baselbiet an der Vereidigung der Schweizer Gardisten zum ersten Mal als Gastkanton dabei sein sollen — wegen der Coronapandemie musste der Besuch jedoch verschoben werden. Dieses Jahr steht dem Besuch nichts im Weg: Im Mai dürfen rund 350 Baselbieter Gäste sowie rund 100 Mitglieder eines Kirchenchors und einer Blasmusik aus dem Baselbiet den Vatikan besuchen und der besonderen Zeremonie beiwohnen.

Besondere Ehre für Laufner Musikvereine

Beim Einlass zur eigentlichen Vereidigungsfeier am 6. Mai im «San-Damaso»-Hof des Apostolischen Palastes werden die Stadtmusik Laufen und die Stadtharmonie Laufen gemeinsam unter der musikalischen Leitung von Philipp Wagner vor über 3000 Gästen aufspielen. Für den Auftritt der Blasmusik konnten sich Baselbieter Musikvereine beim Musikverband beider Basel bewerben. Aus den eingereichten Kandidaturen hat der Musikverband beider Basel zusammen mit der Landeskanzlei die Auswahl vorgenommen. «Wir sind über diesen Entscheid natürlich sehr glücklich», sagt Manfred Cueni, Präsident der Stadtmusik Laufen, zur besonderen Einladung nach Rom. Er denke aber auch an die anderen Vereine, die gerne nach Rom gefahren wären: «Die sind jetzt natürlich sehr enttäuscht.»

Spielgemeinschaft der Laufner Musikvereine

«Als der Anlass vom Musikverband ­ausgeschrieben wurde, haben wir uns sogleich mit der Stadtharmonie besprochen. Da wir bereits im letzten Jahr Projekte gemeinsam realisiert hatten, war auch hier von Anfang an klar, dass wir uns gemeinsam bewerben würden», so Cueni. Weil die Zusammenarbeit im letzten Jahr sehr gut verlaufen sei, wolle man nämlich auch dieses Jahr gemeinsam musizieren. Ob daraus eine Fusion resultiert, stehe aber noch nicht fest. «Vorerst sind wir eine Spielgemeinschaft, alles andere wird sich mit der Zeit zeigen.»

Am Programm wird nicht gefeilt

Noch gut zwei Monate dauert es bis zum grossen Auftritt. Geprobt werde dennoch wie immer, also einmal wöchentlich. «Unser Dirigent Philipp Wagner ist Kommandant der Militärmusik. Er war auch schon an diesem Anlass dabei und weiss, was auf uns zukommt. Er ist gemeinsam mit der Musikkommission daran zu entscheiden, was am 6. Mai gespielt wird», erklärt Manfred Cueni. «Darunter werden sicherlich auch Stücke sein, die wir bereits beherrschen, es wird aber auch Neues dabei sein.» Das Programm sei aber noch offen. Und auch am Jahresprogramm werde aufgrund des speziellen Engagements nicht geschliffen. Für den 21. April sei ein Konzert geplant und am 16. Juni nehme man in Herzogenbuchsee wie geplant als Gast am Kantonalen Musikfest des Kantons Bern teil.

Einen kleinen Wermutstropfen gebe es: «Es können nur 40 Personen auf die Reise mitkommen. So wie es aussieht, müssen wir aber niemanden enttäuschen, es können nämlich sowieso nicht alle mitkommen.»

Reise und Unterkunft werden vom Kanton Baselland finanziert, alles andere bezahle man selbst. Am Samstag 4. Mai mache man sich per Car auf die Reise. Die Rückkehr sei für den Dienstagabend vom 7. Mai geplant. «Vielleicht liegt ja sogar ein Ständeli auf dem Petersplatz drin», freut sich Cueni.

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