Der Schritt ins Berufsleben
Die vierte Gratulationsfeier für Lehrabgänger aus dem Laufental und Schwarzbubenland fand erstmals schon Anfang Juli statt. Eine gute Entscheidung, wie sich herausstellte.

Im Gegensatz zu den offiziellen Lehrabschlussfeiern, wo sämtliche Lehrabgängerinnen und Lehrabgänger ausgezeichnet werden, überlassen es Promotion Laufental und Forum Regio Plus, die beiden Organisatoren, den frisch gebackenen Berufsleuten, ob sie im erlauchten Gremium von Politik, Lehrmeistern und Angehörigen ihren Erfolg feiern wollen. Und am Mittwoch vergangener Woche war der Aufmarsch erfreulich. Während an den ersten drei Veranstaltungen dieser Art, die rund 15 bis 25 Hauptakteure ein eher bescheidenes Ensemble darstellten, konnte Vreni Giger, Leiterin dieses Projekts, stolze 39 Kandidatinnen und Kandidaten auf die reich geschmückte Bühne des alts Schlachthuus bitten. Unterstützt und begleitet wurden diese neuen Berufsleute fast durchgehend von ihren Lehrmeistern und natürlich durch zahlreiche Angehörige und Freunde. Das Besondere an dieser Abschlussfeier: Noten und Ränge spielen überhaupt keine Rolle. Stolz darf sein, wer bestanden hat und das soll ausnahmsweise auch zur Schau getragen werden. Erst recht, wenn erstmals auch ein Regierungsrat zu den offiziellen Gratulanten zählt: Remo Ankli, ab sofort Bildungs- und Kulturdirektor des Kantons Solothurn, nahm die Einladung gerne an und übergab die von der Raiffeisenbank gestifteten Geschenksets zusammen mit Martin Vogel, Vizepräsident Kantonal Solothurnischer Gewerbeverband (KGV), und Thomas Disler, Lehrlingsbeauftragter Promotion Laufental. Fehlen durfte an einem Anlass dieses Stellenwertes auch Urs Berger nicht. «Sie haben nun einen guten Rucksack, aber bleiben Sie nicht stehen, haben Sie Mut, das Leben so zu gestalten, wie alleine Sie es wünschen», rief der Leiter KMU Lehrbetriebsverbund Baselland und Umgebung, den jungen Berufsleuten zu.
Eindrücklich auch die Festrednerin Claudine Tschopp, eine junge kaufmännische Angestellte und Rollstuhlfahrerin. Sec und schnörkellos erzählte sie von den diversen Hindernissen, die sie als Rollstuhlfahrerin immer wieder habe überwinden müssen: «Auch ihr alle müsst täglich wieder Hindernisse meistern. Tut es, denn nur wer sich nicht versteckt, bleibt langfristig am Ball.»
Die grossartige Unterhaltung durch das zehnköpfige Ensemble BrassLine und der anschliessende Apéro hievten die Gratulationsfeier 2013 zu einem vornehmen Spektakel, welches sich die erfolgreichen Jung-Berufsleute und deren Lehrmeister redlich verdient haben.


